Heizöl-News 13.10.26: Neue Lieferungen treffen auf alte Sorgen

Nora Feldkamp am 13.10.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 13.10.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 13.10.26 bei 176,31 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 13.10.26 bei 1,7631 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 105,32 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1382,75 US-Dollar
  • WTI: 92,46 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1182 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Zunehmende Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus

▲ Immer mehr Öltanker meiden den Persischen Golf

▲ Anhaltende Spannungen im Nahen Osten

▲ Ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen

▲ Veröffentlichung des EIA-Monatsberichts sorgt für Aufmerksamkeit am Markt

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Russland lockert nach Absprache mit den USA sein Diesel-Exportverbot

▼ Trump kündigt eine „Energie-Waffenruhe“ zwischen Russland und der Ukraine an

▼ Hurrikan Isaias beeinträchtigt die US-Ölförderung kaum

▼ Trump schließt einen Militärschlag gegen den Iran vor den Zwischenwahlen aus

▼ G7-Staaten geben zusätzliche Ölmengen aus ihren Reserven frei

▼ Saudi-Arabien senkt die Preise für Öllieferungen nach Asien deutlich

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Ölmarkt zwischen Entspannungssignalen und neuen Sorgen

Die Ölpreise geben nach den gestrigen Gewinnen zunächst wieder etwas nach. Für Unsicherheit sorgen weiterhin die Lage im Nahen Osten sowie die Entwicklungen rund um den Russland-Ukraine-Krieg. Für etwas Entspannung am Kraftstoffmarkt könnte sorgen, dass Russland laut US-Präsident Donald Trump wieder Diesel auf den Weltmarkt liefern will. Gleichzeitig haben die USA Sanktionen ausgesetzt, um selbst russische Produkte beziehen zu können. Ob diese Entlastung von Dauer ist, bleibt jedoch fraglich. Auch die von Trump angekündigte „Energie-Waffenruhe“ wird kritisch gesehen, da es Berichte über weitere Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gibt.

Zusätzlich verschärft sich die Lage im Nahen Osten. Nach Angriffen auf Saudi-Arabiens wichtigsten Flughafen und zunehmenden Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus meiden immer mehr große Tankschiffe den Persischen Golf. Dadurch bleiben Sorgen über mögliche Störungen der Versorgung bestehen.

Marktbeobachter sehen die aktuelle Lage als unübersichtlich. Zwar sorgen zusätzliche Diesellieferungen und stabile Liefermengen aus Saudi-Arabien für etwas Entspannung, die Sorge vor weiteren Angriffen auf Schiffe oder Pipelines wiegt derzeit jedoch schwerer. Heute richtet sich der Blick außerdem auf den Monatsbericht der OPEC. Die Organisation hat ihre Erwartung für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage in diesem Jahr deutlich nach unten korrigiert.

Insgesamt bleibt die Marktlage von Unsicherheit geprägt. Die Spannungen im Nahen Osten und Zweifel an einer dauerhaften Entspannung im Russland-Ukraine-Konflikt stützen die Preise zwar grundsätzlich. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich am Morgen jedoch zunächst leichte Preisrückgänge ab, auch wenn sie weiterhin über dem Niveau von Montagmorgen liegen.

Wir empfehlen Ihnen die Preise aufmerksam zu beobachten, einen Preisalarm einzustellen und nicht zu lange zu warten, bis die kälteren Tage vor der Tür stehen und die Ölpreise noch weiter steigen.
 

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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