Heizöl-News: Ölmarkt beobachtet Verhandlungen und Schiffsverkehr

Sophie Schneider am 01.07.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 01.07.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 01.07.26 bei 124,42  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 01.07.26 bei 1,2442 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 72,95 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 937,75,00 US-Dollar
  • WTI: 69,42 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1394 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Deutlicher Rückgang der US-Rohölvorräte, Bestände in Cushing entspannen sich

▲ Gespräche zwischen den USA und dem Iran verlaufen weiterhin ohne schnelle Einigung

▲ Arbeitskämpfe belasten Raffinerien in Belgien und Teile der norwegischen Ölindustrie

▲ Ukrainische Drohnenangriffe treffen erneut russische Energieanlagen

 

Neutrale Faktoren

= Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA liefern keine neuen Marktimpulse
= OPEC+ beschließt weitere Ausweitung der Fördermenge um 188.000 Barrel pro Tag

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Schiffsverkehr im Persischen Golf normalisiert sich zunehmend

▼ Nach den jüngsten Spannungen verzichten USA und Iran vorerst auf weitere Angriffe

▼ USA und Iran erzielen eine vorläufige Vereinbarung in ihren Verhandlungen

 

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Gespräche und Schiffsverkehr bleiben im Fokus des Ölmarkts

Der Ölmarkt richtet seinen Blick zur Wochenmitte weiterhin auf die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran sowie auf die Entwicklung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Der Brent-Ölpreis liegt am Morgen bei rund 73 Dollar. In den vergangenen drei Monaten hatte der Kontrakt zuvor nahezu ein Drittel seines Wertes verloren.

Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters verliefen die Gespräche der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Katar positiv. Auch die technischen Verhandlungen mit dem Iran kommen demnach voran. Die Gespräche finden über Vermittler statt. Iran und Katar betonten, dass es keine direkten Treffen zwischen der US-Delegation und iranischen Vertretern gibt.

Gleichzeitig gibt es weitere Hinweise auf eine Erholung des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus. Die Zahl der Schiffsbewegungen hat seit den gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran am vergangenen Wochenende wieder zugenommen. Laut US-Vizepräsident JD Vance haben die Öllieferungen inzwischen wieder das Niveau vor Beginn der Konflikte erreicht. Dennoch bestehen weiterhin offene Streitpunkte, darunter Fragen zur Kontrolle des Schiffsverkehrs, zum iranischen Atomprogramm sowie zu einer dauerhaften Beendigung der Kämpfe im Libanon.

Am Markt gehen die Einschätzungen zur weiteren Entwicklung auseinander. Während einige Beobachter zunächst mit einer abwartenden Haltung rechnen, erwarten andere eine weitere Normalisierung der Schiffsströme und verweisen auf mögliche Überangebote am Ölmarkt. Heute richtet sich die Aufmerksamkeit zudem auf den DOE-Bestandsbericht, der neue Hinweise auf die Angebotslage in den USA liefern könnte. Bei den Ölprodukten bleibt die Aufwärtsdynamik bestehen. Gründe dafür sind Angebotsengpässe durch hohe Nachfrage während der Hitzewellen, Raffineriestreiks in Europa sowie Kraftstoffengpässe in Russland. Entsprechend zeigen sich die Inlandspreise heute mit deutlichen Aufschlägen gegenüber dem Vortag.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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