Höhere CO₂-Abgabe 2026 und 2027: Was Heizölkunden jetzt wissen müssen
aktualisiert am: 13.08.2026
Häufig gestellte Fragen / FAQ
Die CO2-Steuer ist eine gesetzliche Zusatzabgabe auf fossile Brennstoffe. Sie soll Anreize schaffen, um auf erneuerbare Energien umzusteigen und die Klimaziele zu erreichen.
Schweden hat mit bis zu 122 Euro pro Tonne CO2 die derzeit höchste CO2-Abgabe. Die Schweiz und Uruguay liegen in einem ähnlich hohen Bereich.
Die nächste Änderung erfolgt 2026. Dann gilt ein CO₂-Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂. Nach aktuellem Beschluss der Bundesregierung soll dieser Korridor auch 2027 unverändert bestehen bleiben. Der ursprünglich erwartete Übergang zum europäischen Emissionshandel ETS 2 wurde auf 2028 verschoben.
Die CO2-Steuer muss von allen bezahlt werden, die Treibhausgase über fossile Brennstoffe emittieren. Dies betrifft Verbraucher*innen genauso wie Unternehmen.
Die CO2-Steuer ist Teil des Klimapakets, das 2019 von der damaligen Bundesregierung beschlossen wurde. Mit der Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) wurde der Beschluss umgesetzt, 2021 wurde die CO2-Steuer eingeführt.
Mieter*innen und der Vermieter müssen sich die CO2-Steuer teilen. Die Verteilung wird über die Energieeffizienz des Hauses bestimmt. Je schlechter die Energieeffizienz, desto höher ist der Anteil des Vermieters.
Nach dem Beschluss der Bundesregierung soll der nationale CO₂-Preiskorridor auch 2027 bei 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂ liegen. Damit bleibt die gesetzliche Bandbreite gegenüber 2026 unverändert. Erst mit dem Start des europäischen Emissionshandelssystems ETS 2 ab 2028 ist eine vollständige Marktpreisbildung vorgesehen.
Von der CO2-Steuer ausgenommen sind Wärmepumpen, rein elektrische Heizungen und Heizungen, die mit Holz betrieben werden.
