Heizöl-News: Versorgungslage stabilisiert sich weiter

Nora Feldkamp am 03.07.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 03.07.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 03.07.26 bei 122,10  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 03.07.26 bei 1,2210 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 72,38 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 932,50 US-Dollar
  • WTI: 69,02 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1452 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen

 

Neutrale Faktoren

= DOE Daten uneinheitlich
= OPEC+ beschließt weitere Erhöhung der Fördermenge um 188.000 Barrel pro Tag

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Mehr Rohöl aus Kuwait im Juni

▼ Mehr Angebot sorgt für Preisdruck

▼ Saudi-Arabien exportiert fast wieder so viel Rohöl wie vor dem Konflikt

▼ Experten erwarten wieder mehr Öl als benötigt

▼ Schiffsverkehr im Persischen Golf normalisiert sich

▼ Hoffnung auf Entspannung zwischen den USA und dem Iran

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Ölmarkt bleibt ruhig – Heizölpreise suchen ihre Richtung

Die Ölpreise haben zum Ende der Woche leicht angezogen, insgesamt bleibt die Entwicklung aber verhalten. Die Hoffnung auf eine Entspannung zwischen den USA und dem Iran sorgt dafür, dass die Sorgen über mögliche Lieferengpässe nachlassen. Gleichzeitig normalisiert sich die Lage im Persischen Golf zunehmend.

Nachdem die Ölpreise zuletzt auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran Ende Februar gefallen waren, gab es im Wochenverlauf nur sehr geringe Veränderungen. Die Versorgungslage hat sich schneller verbessert als erwartet, da mehrere Golfstaaten ihre Förderung und Ausfuhren wieder ausgeweitet haben.

Marktbeobachter sehen derzeit vor allem die tatsächliche Versorgungslage im Fokus. Da sich die Schifffahrt im Persischen Golf weitgehend normalisiert und mehr Öl auf den Markt kommt, rechnen einige Fachleute bis zum Jahresende mit weiter sinkenden Ölpreisen.

Trotzdem bleiben Unsicherheiten bestehen. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran gelten weiterhin als empfindlich. Außerdem wird über mögliche Gebühren für die Durchfahrt durch die wichtige Meeresstraße von Hormus diskutiert. Einige europäische Staaten gehen inzwischen davon aus, dass solche Zahlungen künftig eingeführt werden könnten.

Vor dem amerikanischen Unabhängigkeitstag wird heute nur verkürzt gehandelt. Daher dürfte die Zahl der Geschäfte an den Börsen gering bleiben. In einem ruhigen Markt können jedoch schon kleinere Käufe oder Verkäufe zu stärkeren Preisschwankungen führen.

Insgesamt wirken die steigenden Fördermengen und die entspanntere Versorgungslage derzeit eher preisdrückend. Nach den deutlichen Schwankungen der vergangenen Tage haben die Heizölpreise im Inland heute jedoch noch keine klare Richtung gefunden.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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