Heizöl-News: Ölmarkt wartet auf neue Daten zur Versorgungslage

Sophie Schneider am 06.07.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 06.07.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 06.07.26 bei 124,86  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 06.07.26 bei 1,2486 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 71,84 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 955,75 US-Dollar
  • WTI: 68,55 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1423 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Exporte aus dem Persischen Golf weiter deutlich reduziert

▲ Angriffe auf russische Ölanlagen halten an

 

Neutrale Faktoren

= OPEC+ erhöht Förderquote im August um 188.000 B/T

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Entspannungssignale beim Ölangebot nehmen zu

▼ Saudische Exporte fast wieder auf Vorkriegsniveau

▼ Analysten erwarten steigendes Ölangebot

▼ Tankerstau im Persischen Golf geht zurück

▼ Vorläufige Einigung zwischen USA und Iran erreicht

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Versorgungslage und Fördermengen bestimmen die Marktentwicklung

Die Rohölpreise an den internationalen Ölbörsen haben sich in der vergangenen Woche nur noch leicht nach unten bewegt. Ein Großteil der Gewinnmitnahmen hatte bereits in den Wochen zuvor stattgefunden, nachdem sich die USA und der Iran Mitte Juni auf einen 60-tägigen Waffenstillstand geeinigt hatten.

Für die weitere Entwicklung bleibt entscheidend, wie viel Öl tatsächlich durch die Straße von Hormus auf den Weltmarkt gelangt und wie schnell die Produktionskapazitäten der Anrainerstaaten wieder das Niveau vor dem Konflikt erreichen. Derzeit liegen die Exporte noch rund 40 Prozent unter den Mengen, die vor den US-Angriffen auf den Iran registriert wurden.

Am Markt zeigen sich bereits erste Anzeichen dafür, dass künftig mit einem größeren Angebot gerechnet wird. Diese Entwicklung basiert jedoch vor allem auf Erwartungen für die kommenden Monate. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Lieferwege weiter normalisieren und die OPEC+-Länder ihre geplanten Produktionssteigerungen umsetzen können. Laut UBS-Analyst Giovanni Staunovo richtet sich der kurzfristige Fokus darauf, wie viele Tanker die Straße von Hormus passieren können und wie schnell sich die Nachfrage sowie die chinesischen Rohölimporte erholen.

Weitere Hinweise zur aktuellen Marktlage werden die Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC liefern. Insbesondere der für morgen erwartete EIA-Report soll umfangreiche Zahlen zu Fördermengen, Nachfrage und der erwarteten Preisentwicklung enthalten.

Die angekündigte Anhebung der OPEC+-Quoten hat aktuell keine kurzfristigen Auswirkungen auf den physischen Markt. Da noch konkrete Daten zu Exporten und Förderung fehlen, bleibt die Lage vorerst offen.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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