Heizöl-News: Entspannungstendenzen am Ölmarkt bei anhaltender Unsicherheit

Sophie Schneider am 23.06.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 23.06.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 23.06.26 bei 116,61 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 23.06.26 bei 1,1661 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 77,18 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 867,00 US-Dollar
  • WTI: 73,25 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1420 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ Iran meldet erneute Sperrung der Straße von Hormus 

▲ Drohungen des US-Präsidenten gegen den Iran wegen der anhaltenden Kampfhandlungen zwischen dem Libanon und Israel 

▲ anhaltende Kämpfe zwischen Israel und dem Libanon am Wochenende - trotz vereinbarter Waffenruhe

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran unterzeichnet

▼ verspätete Friedensverhandlungsgespräche sind konstruktiv gestartet 

▼ USA lockern vorläufig erste Sanktionen gegen Irans Ölsektor

 

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Ölmarkt im Fokus: Entwicklungen im Persischen Golf

Der Ölmarkt richtet seinen Blick weiterhin auf den Persischen Golf und den Konflikt mit dem Iran. Nach den jüngsten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran hoffen Marktteilnehmer auf klare Signale für eine nachhaltige Normalisierung der Ölexporte durch die Straße von Hormus. Am 22.06.2026 haben die USA erste Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor vorläufig gelockert.

Diese Ausnahme gilt für 60 Tage und damit für die Dauer der geplanten Verhandlungen. In dieser Zeit ist der Verkauf von iranischem Öl und Ölprodukten wieder erlaubt. Die US-Regierung begründet dies mit konstruktiven Gesprächen in der Schweiz. Beide Seiten berichten über Fortschritte, gleichzeitig bleiben wichtige Streitpunkte bestehen.

Das Ölangebot aus der Golfregion hat zuletzt zugenommen. Länder wie Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate liefern wieder mehr Öl. Auch der Iran hat seine Exporte gesteigert und in der vergangenen Woche über 30 Millionen Barrel Rohöl ausgeführt. Zudem hat die Zahl der Tankerdurchfahrten durch die Straße von Hormus deutlich zugenommen.

An den Terminmärkten zeigen sich diese Entwicklungen ebenfalls. Preisunterschiede zwischen kurzfristigen und späteren Lieferverträgen sind gesunken. Bei einigen Rohölsorten wird bereits wieder ein ausgeglichenes Marktbild signalisiert. Trotz Fortschritten bleibt die Lage unsicher, da das Vertrauen zwischen den Beteiligten weiterhin gering ist.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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