Heizöl-News 04.09.26: Ölmarkt bleibt nervös trotz leichter Entspannung

Nora Feldkamp am 04.09.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 04.09.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 04.09.26 bei 157,45 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 04.09.26 bei 1,5745 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 95,71 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1398,50 US-Dollar
  • WTI: 91,59 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1630 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Iran erweitert die Sanktionen gegen Öltanker

▲ US-Bestandsdaten wirken leicht preistreibend

▲ Neue militärische Spannungen zwischen den USA und Iran

▲ USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran

▲ Russland verlängert Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel

▲ Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen

 

= OPEC+ dürfte ihre Fördermengen im Oktober unverändert lassen
 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Saudi Aramco hält seine Verkaufspreise weitgehend stabil

▼ Die Ölausfuhren aus der Golfregion haben sich laut Goldman Sachs deutlich erholt

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Ölpreise bleiben durch Konflikt im Persischen Golf unter Druck

Die Ölpreise haben in dieser Woche deutlich zugelegt und steuern auf den stärksten Wochenanstieg seit Juli zu. Grund dafür sind die anhaltenden Angriffe zwischen den USA und Iran. Besonders die Sorge um den sicheren Transport von Öl durch die Straße von Hormus sorgt für Unruhe am Markt. Iran setzt seine Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus fort und hat zuletzt auch Raketen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain abgefeuert. Gleichzeitig waren die jüngsten Angriffe der USA die heftigsten seit Juli. Obwohl die US-Regierung die Lage nicht als Krieg einstuft, halten die Kampfhandlungen im Persischen Golf weiter an. Zusätzlich wächst die Gefahr einer weiteren Eskalation. Israel hat erneut angedeutet, sich in den Konflikt einzuschalten, falls es von Iran bedroht werden sollte. Damit bleibt die Lage in der Region angespannt.

Die Unsicherheit betrifft vor allem die Öltransporte durch die Straße von Hormus. Zwar laufen die Ausfuhren derzeit weiter, jedoch ist unklar, ob das auch bei anhaltenden Kämpfen so bleibt. Saudi-Arabien zeigt sich dagegen vergleichsweise gelassen. Für Oktober wurden die Verkaufspreise für die meisten europäischen und asiatischen Kunden nicht verändert. Am Markt wird dies als Zeichen gewertet, dass Saudi-Arabien derzeit nicht mit einer erneuten Verschärfung der Lage am Ölmarkt rechnet.

Insgesamt stützt die weiterhin angespannte Sicherheitslage die Ölpreise. Gleichzeitig geben die Ölpreise nach dem starken Anstieg der vergangenen Tage aktuell etwas nach. Dadurch könnte sich auch bei den Heizölpreisen im Inland heute weiteres Abwärtspotenzial ergeben.

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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