Heizöl-News: Anhaltende Spannungen prägen den Ölmarkt

Sophie Schneider am 08.05.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 08.05.26 bei 138,26 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 08.05.26 bei 1,3826 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 101,19 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1186,50 US-Dollar
  • WTI: 95,52 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1744 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ Iran dämpft die Erwartungen an ein baldiges Abkommen

▲ US‑Energieministerium warnt vor engem Angebot und Verschiebungen bei Importen und Exporten

▲ Angriffe aus der Ukraine auf russische Ölanlagen

▲ Fachleute weisen auf sehr niedrige Ölbestände hin

▲ Unterbrechung kasachischer Ölexporte über die Druschba‑Pipeline

▲ Straße von Hormus bleibt weiterhin weitgehend blockiert

 

Neutral (=)

= Saudi Aramco senkt die Preise für Juni‑Lieferungen weniger stark als erwartet

= OPEC+ beschließt eine Förderanhebung um 188.000 Barrel pro Tag für Juni

= Vereinigte Arabische Emirate kündigen Austritt aus der OPEC an

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Donald Trump stellt ein mögliches Abkommen mit dem Iran in Aussicht

▼ Venezuelas Ölexporte erreichen den höchsten Stand seit sieben Jahren

 

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Ruhige Zuversicht und anhaltende Unsicherheit am Ölmarkt

Erneute Kämpfe zwischen den USA und dem Iran haben die ohnehin fragile Waffenruhe belastet. Gleichzeitig sind die Hoffnungen auf Fortschritte bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus deutlich kleiner geworden. Zum Start des Handels legten die beiden Rohölkontrakte zunächst zu, gaben im weiteren Verlauf jedoch wieder etwas nach.

Nach Angaben des US-Zentralkommandos griffen amerikanische Streitkräfte militärische Ziele im Iran an. Zuvor hatten iranische Einheiten in der Straße von Hormus auf drei Zerstörer der US-Marine geschossen. Das Kommando betonte zugleich, man strebe keine Eskalation an, sei aber bereit, amerikanische Streitkräfte zu schützen.

Die Straße von Hormus bleibt damit weiter ein zentrales Thema für den Ölmarkt. Seit Beginn des Krieges Ende Februar ist sie faktisch geschlossen. Die Blockade hat zu einem starken Angebotsengpass geführt. Rohöllieferungen wurden deutlich eingeschränkt, und viele Förderanlagen in der Region stellten ihren Betrieb ein. Die Wasserstraße ist doppelt blockiert: Der Iran verhindert die Durchfahrt, während die USA Schiffen den Zugang zu iranischen Häfen verwehren.

Trotzdem geben die Marktteilnehmer die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung noch nicht auf. Der Markt bewegt sich zwischen der Aussicht auf Gespräche und dem Risiko weiterer Kämpfe. Die Schwankungen bleiben daher hoch.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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