Heizöl-News 30.10.26: Ölpreise fester – Nahost-Risiken bleiben bestehen

Sophie Schneider am 30.10.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 30.10.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 30.10.26 bei 180,83 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 30.10.26 bei 1,8083 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 116,86 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1447,75 US-Dollar
  • WTI: 103,56 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1197 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ US-Ölvorräte mit marktstützenden Signalen

▲ Erwartung weiterer US-Militärschläge gegen den Iran

▲ Weiterhin hohe Risiken im Nahen Osten

▲ Frachtraten auf Rekordniveau

 

Neutrale Faktoren

= Fed und EZB lassen ihre Leitzinsen unverändert

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish) 

▼ Ukraine pausiert Angriffe auf russische Ölanlagen

▼ Hoffnung auf diplomatische Annäherung zwischen USA und Iran

▼ Russische Diesellieferungen nach Brasilien, Marokko und in die Türkei wieder aufgenommen

▼ Geplante US-Zölle gegen Russland vorerst verschoben

▼ G7 gibt 100 Mio. Barrel aus strategischen Ölreserven frei

 

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Ölpreise steigen bei anhaltenden Risiken

Die Rohölpreise liegen zum Monatsende deutlich höher als Ende September. Brent verzeichnet auf Monatssicht ein Plus von zwölf Prozent und damit den vierten monatlichen Anstieg in Folge. Gründe sind Sorgen über mögliche Störungen der Energielieferungen, niedrige Lagerbestände und die angespannte Versorgung mit verarbeiteten Ölprodukten.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die Lage in der Straße von Hormus. Dort wurden zwei weitere Tankschiffe angegriffen. Trotz der hohen Sicherheitsrisiken konnten die Ölproduzenten ihre Schiffsverladungen durch die Meerenge zuletzt aufrechterhalten. Gleichzeitig bleibt die Lage zwischen den USA und dem Iran angespannt. Auch der Konflikt zwischen der Huthi-Miliz und Saudi-Arabien sorgt weiterhin für Risiken bei der Ölversorgung.

Unterdessen hat die Ukraine laut Medienberichten ihre Angriffe auf russische Raffinerien auf Druck der USA vorübergehend ausgesetzt. Die Pause könnte bis nach den US-Zwischenwahlen am 3. November oder darüber hinaus andauern. Zuvor hatten die Angriffe das weltweite Kraftstoffangebot verknappt.

Marktexperte Ole Hansen erwartet in den kommenden Wochen stärkere Preisschwankungen. Er rechnet mit Rohölpreisen zwischen 70 und 90 US-Dollar je Barrel. Heute Morgen legten die Ölpreise zunächst deutlich zu, gaben einen Teil der Gewinne aber wieder ab.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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