Heizöl-News: Unsicherheit rund um die Straße von Hormus hält den Ölmarkt in Bewegung

Nora Feldkamp am 12.08.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 12.08.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 12.08.26 bei 151,61 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 12.08.26 bei 1,5161 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 89,64 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1342,00 US-Dollar
  • WTI: 83,91 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1535 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Anhaltende Angriffe auf Handelsschiffe im Golf von Oman

▲ Iran hält an der Schließung der Straße von Hormus fest

▲ Trump knüpft weitere Gespräche mit dem Iran an neue Bedingungen

▲ Die Huthi-Miliz setzt ihre Seeblockade gegen Saudi-Arabien fort und greift weiterhin saudische Ölinfrastruktur an

▲ Russlands Raffinerieproduktion fällt auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren

▲ Russland verlängert die Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel

▲ Ukrainische Angriffe auf russische Öl- und Energieanlagen

 

Neutrale Faktoren

= Veröffentlichung des EIA-Monatsreports

= OPEC+ beschließt eine weitere Förderausweitung um 188.000 Barrel pro Tag

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ US-Ölbestandsdaten des API

▼ China lockert erneut die Exportbeschränkungen für Ölprodukte

 

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Heizölmarkt bleibt von Entwicklungen rund um die Straße von Hormus geprägt

Die aktuelle Marktlage wird weiterhin vor allem von den Ereignissen rund um die Straße von Hormus und der Versorgung aus dem Mittleren Osten bestimmt. Meldungen wie die aktuellen Daten des API spielen derzeit nur eine untergeordnete Rolle, obwohl sie einen seltenen preishemmenden Impuls liefern.

Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Beide Seiten haben ihre Forderungen in den Verhandlungen erhöht, wodurch eine schnelle Einigung unwahrscheinlicher geworden ist. Gleichzeitig betont der Iran seinen Anspruch auf die Kontrolle der Straße von Hormus. Aussagen von US-Präsident Trump, wonach die volle Kontrolle über die Wasserstraße bestehe, stehen den jüngsten Angriffen auf Schiffe in der Region gegenüber.

Marktbeobachter sehen die Lage ebenfalls als angespannt an. Nach ihrer Einschätzung fehlen wesentliche Nachrichten oder Fortschritte in den Verhandlungen. Zudem zeigen die gestiegenen Ölpreise, dass die Märkte weiterhin Zweifel an einer baldigen Wiederaufnahme der Öltransporte durch die Straße von Hormus haben. Sollte der weltweite Lagerbestand weiter zurückgehen, könnte der Preis für Brent nach Einschätzung eines Analysten in Richtung der Marke von 100 US-Dollar steigen.

Mit der festgefahrenen Situation zwischen den USA und dem Iran, den neuen Angriffen auf Schiffe sowie der Drohung des Irans, auch Angriffe auf amerikanischem Boden durchzuführen, bleibt die Markteinschätzung weiterhin auf steigende Preise ausgerichtet. Im Inland werden aktuell nur leichte Preisänderungen gegenüber dem Vortag erwartet. Zudem steht bei ICE Gasoil ein Frontmonatswechsel bevor, der zu Marktverwerfungen führen kann.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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