Heizöl-News: Straße von Hormus bleibt im Fokus der Ölmärkte

Sophie Schneider am 17.08.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 17.08.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 17.08.26 bei 148,51 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 17.08.26 bei 1,4851 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 88,22 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1237,50 US-Dollar
  • WTI: 81,71 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1610 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Weitere Angriffe auf ADNOC-Tanker in der Straße von Hormus gemeldet

▲ Russland verschärft den Ton und droht mit der Beschlagnahmung europäischer Frachter

▲ Iran hält an der Schließung der Straße von Hormus fest

▲ Huthi-Miliz setzt Blockade im Roten Meer fort und greift saudische Ölanlagen an

▲ Russland verlängert die Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel

▲ Ukrainische Drohnenangriffe beeinträchtigen weiterhin russische Ölanlagen und Infrastruktur

 

Neutrale Faktoren

= Marktteilnehmer warten auf die Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC

= OPEC+ bestätigt für September eine weitere Förderausweitung um 188.000 Barrel pro Tag

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ China lockert erneut die Ausfuhrbeschränkungen für Ölproduk

 

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Entwicklungen rund um den Konflikt zwischen den USA und Iran im Fokus

Die Ölmärkte richten ihren Blick in dieser Woche weiterhin auf die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag bei einer Kundgebung in New York, dass er die Straße von Hormus zu US-Territorium erklären wolle, sobald die Vereinigten Staaten den Iran besiegt hätten. Gleichzeitig sagte er, die US-Bürger sollten daran denken, dass etwas höhere Benzinpreise dazu beitragen würden, ein Land vom Besitz einer Atomwaffe abzuhalten.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi teilte am Freitag mit, dass der Iran noch keine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA getroffen habe. Zwar würden Pakistan und Katar weiterhin Nachrichten zwischen den Seiten übermitteln, dies bedeute jedoch nicht, dass Verhandlungen stattfinden. Zudem erklärte Araghchi, dass die im Juni vereinbarte Absichtserklärung ein Ende des Krieges betreffe und keine Waffenruhe beinhalte. Laut dem Minister seien die bisherigen diplomatischen Kanäle nicht mehr wirksam. Daher arbeite Teheran an einer vorläufigen Lösung, die zu einem endgültigen Rahmen führen könnte.

An den Ölbörsen wird nun beobachtet, welche Maßnahmen die USA zur wirtschaftlichen Isolierung Irans ankündigen werden. Gleichzeitig bleibt die Lage in der Straße von Hormus angespannt. Nach Angriffen auf mehrere mit der staatlichen Ölgesellschaft ADNOC verbundene Tanker meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate einen weiteren Vorfall am Freitag. Nach Angaben aus Abu Dhabi wurden die Situationen jedoch jeweils schnell unter Kontrolle gebracht, Verletzte gab es nicht.

Auch Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur sowie die Seeblockade Saudi-Arabiens im Roten Meer bleiben Themen am Markt.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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