Heizöl-News: Ölmarkt unter Beobachtung: Konflikte bleiben Preistreiber

Nora Feldkamp am 11.08.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 11.08.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 11.08.26 bei 151,56 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 11.08.26 bei 1,5156 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 89,06 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1341,50 US-Dollar
  • WTI: 83,59 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1537 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Drohnenangriff auf eine wichtige Ölverarbeitungsanlage in Libyen

▲ USA und Iran kommen bei Gesprächen derzeit nicht näher zusammen

▲ Iran knüpft die Öffnung wichtiger Schifffahrtswege an mehrere Bedingungen

▲ Angriffe auf saudische Ölanlagen sowie anhaltende Behinderungen wichtiger Transportwege

▲ Russlands Verarbeitung von Rohöl auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten

▲ Russland begrenzt weiter die Ausfuhr von Benzin und Diesel

▲ Angriffe auf russische Ölanlagen belasten das Angebot

 

Neutrale Faktoren

= OPEC+ beschließt zusätzliche Förderanhebung um 188.000 Barrel pro Tag

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ China erleichtert die Ausfuhr von Ölprodukten weiter

▼ Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nimmt wieder zu und entspannt die Versorgungslage etwas

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Unsichere Lage stützt die Ölpreise

Die Lage auf dem Ölmarkt bleibt angespannt. Hintergrund sind vor allem neue Spannungen im Nahen Osten. Zuletzt sind die Hoffnungen gesunken, dass wichtige Schifffahrtswege in der Region bald wieder uneingeschränkt genutzt werden können. Sowohl der Iran als auch die USA haben neue Bedingungen für weitere Gespräche gestellt. Eine schnelle Annäherung zwischen beiden Seiten zeichnet sich derzeit nicht ab.

Auch zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz verschärft sich die Situation erneut. Nach Angriffen auf saudische Ölanlagen bleibt die Sorge groß, dass wichtige Transportwege für Öl zeitweise beeinträchtigt werden könnten. Dadurch steigen die Kosten für den Transport, während Umwege den Warenverkehr zusätzlich erschweren.

Neben den Konflikten im Nahen Osten rückt inzwischen auch Libyen wieder stärker in den Fokus. Nach Drohnenangriffen auf eine Raffinerie wächst die Sorge, dass neue Spannungen im Land die Ölversorgung belasten könnten. Wer hinter den Angriffen steckt, ist bislang unklar.

An den Ölbörsen halten sich die Preise heute Morgen auf hohem Niveau. Für den deutschen Heizölmarkt deutet sich daher nach den jüngsten Preissteigerungen weiterhin ein Aufwärtstrend an. Weitere Hinweise zur Entwicklung des Marktes werden von den Berichten wichtiger Energiebehörden erwartet, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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