Heizöl-News: Sichere Route durch die Straße von Hormus belastet Ölpreise

Nora Feldkamp am 06.08.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 06.08.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 06.08.26 bei 141,04 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 06.08.26 bei 1,4104 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 79,23 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1137,25 US-Dollar
  • WTI: 74,89 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1549 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Russlands Raffinerieproduktion fällt auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren.

▲ Russland verlängert seine Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel.

▲ Die Huthi halten ihre Seeblockade gegen Saudi-Arabien aufrecht und greifen weiterhin saudische Ölanlagen an.

▲ Ukrainische Drohnenangriffe belasten die russische Öl-Infrastruktur.

 

Neutrale Faktoren

= Die OPEC+-Staaten weiten ihre Ölförderung um weitere 188.000 Barrel pro Tag aus.

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Ein Abkommen zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus könnte bereits heute bekannt gegeben werden.

▼ Die jüngsten US-Ölbestandsdaten des API wirken preisbelastend.

▼ Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nimmt wieder zu.

 

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Ölmarkt bleibt unter Druck: Hoffnungen auf sichere Schifffahrtsrouten

Die Entwicklung am Ölmarkt wurde zuletzt vor allem von den Nachrichten zur Schifffahrt in der Straße von Hormus beeinflusst. Nachdem der Nordsee-Rohölkontrakt Brent bereits am Dienstag unter die Marke von 80 US-Dollar gefallen war, gelang es ihm auch gestern nicht, dauerhaft über dieses Preisniveau zurückzukehren. Ausschlaggebend dafür war die Hoffnung auf eine baldige sichere Regelung für den internationalen Schiffsverkehr durch die wichtige Meerenge.

Diese Hoffnung erhielt zusätzlichen Rückhalt durch eine Aussage des iranischen Außenministeriumssprechers. Demnach haben sich Iran und Oman auf eine sichere Route durch die Straße von Hormus geeinigt. Gleichzeitig laufen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump weiterhin Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Marktbeobachter sehen den weiteren Verlauf dieser Gespräche als wichtigen Faktor für die Entwicklung der Energieversorgung.

Trotz der positiven Signale bleibt die Lage auf den wichtigen Schifffahrtswegen angespannt. Sowohl in der Straße von Hormus als auch im Roten Meer wurden erneut Angriffe auf Tanker gemeldet. Offen ist zudem, ob die Huthi-Miliz ihre Blockadeaktionen beenden wird, falls es zu einer Einigung zwischen Washington und Teheran kommt.

Sollten beide Meerengen künftig wieder ohne größere Risiken befahrbar sein, könnten unterbrochene Energieströme wieder aufgenommen werden. Auch die Produktion in Ländern, die durch den Konflikt beeinträchtigt wurden, hatte sich bereits während eines vorläufigen Abkommens Mitte Juni erholen können.

Die aktuellen Meldungen verhinderten heute Morgen eine nachhaltige Erholung der Ölfutures. Die Kontrakte an ICE und NYMEX notieren erneut im Minus. Für die Inlandspreise deutet sich gegenüber gestern rechnerisch ebenfalls Spielraum für Abschläge an.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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