Heizöl-News: Ölmarkt bleibt von geopolitischen Entwicklungen geprägt

Sophie Schneider am 04.08.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 03.08.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 04.08.26 bei 143,97 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 04.08.26 bei 1,4397 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 84,53 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1169,50 US-Dollar
  • WTI: 80,48 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1508 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Iran und USA bleiben auf Konfrontationskurs, Verhandlungen weiter ungewiss

▲ Russische Raffinerieproduktion erreicht niedrigsten Stand seit 24 Jahren

▲ Russland hält an Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel fest

▲ Huthi-Angriffe auf saudische Ölanlagen und Seeblockade dauern an

▲ Ukrainische Attacken auf russische Ölinfrastruktur setzen sich fort

 

Neutrale Faktoren

= OPEC+ erhöht Förderung wie angekündigt um 188.000 Barrel pro Tag

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Zunehmender Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus entspannt die Versorgungslage teilweise

 

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Ölmarkt zwischen Hoffnung auf Gespräche und anhaltenden Spannungen

Nach dem deutlichen Preisrückgang zum Wochenstart zeigen die Ölpreise wieder eine steigende Tendenz. Hintergrund ist die weiterhin angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran. Zwar hatte US-Präsident Donald Trump Gespräche mit dem Iran angekündigt, gleichzeitig bezeichnete er sein Angebot jedoch als „letzte Chance“ und erneuerte seine Drohungen gegenüber Teheran. Der Iran weist die Darstellung zurück und erklärt, dass weder Verhandlungen noch Treffen mit den USA geplant seien.

Die Ölpreise schwanken seit Wochen stark. Nachdem die Kämpfe am Persischen Golf mit dem Scheitern der Waffenruhe im Juni erneut aufgeflammt waren und sich auch auf das Rote Meer ausgeweitet hatten, wechselten sich Meldungen über militärische Spannungen und mögliche diplomatische Annäherungen ab. Bisher kam es jedoch zu keiner nachhaltigen Lösung.

Auch Marktbeobachter sehen die Unsicherheit weiterhin als hoch an. Sie verweisen darauf, dass frühere Hoffnungen auf eine Entspannung mehrfach wieder zunichtegemacht wurden. Zudem bestehen weiterhin Risiken für eine erneute Verschärfung des Konflikts.

Zusätzlichen Druck auf die weltweite Ölversorgung erzeugt die ukrainische Angriffsstrategie gegen russische Ölanlagen. Im Juli kam es zu rund 30 Angriffen auf Tanker, Raffinerien und weitere Einrichtungen der russischen Ölversorgung. An den wichtigen Schwarzmeerhäfen hat sich die Situation zuletzt etwas entspannt. So konnten mehrere Tanker wieder Ladung am Exportterminal des Caspian Pipeline Consortium aufnehmen. Dennoch sorgen die jüngsten Angriffe in der Region weiterhin für Zurückhaltung bei einigen Reedereien.

Für den deutschen Heizölmarkt deutet sich heute leichtes Aufwärtspotenzial an. Im Vergleich zum Vortag liegen die Preise aufgrund des deutlichen Rückgangs vom Montag jedoch weiterhin niedriger.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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