Heizöl-News 23.09.26: Rückkehr wichtiger Lieferwege senkt den Preisdruck

Nora Feldkamp am 23.09.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 23.09.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 23.09.26 bei 186,61 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 23.09.26 bei 1,8661 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 98,57 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1478,50 US-Dollar
  • WTI: 89,44 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1424 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Bewaffnete Gruppen bremsen die Ölproduktion am libyschen Sharara-Ölfeld

▲ Wachsende Bedrohung durch Huthi-Angriffe im Roten Meer und in Saudi-Arabien

▲ Schifffahrt durch die Straße von Hormus bleibt risikobehaftet

▲ Russland verlängert Ausfuhrbeschränkungen für Benzin und Diesel

▲ Ukrainische Angriffe auf russische Öl-Infrastruktur

 

Neutrale Faktoren

= API-Daten ohne klare Richtung

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Neue Annäherung im Iran-Konflikt

▼ Saudische Ost-West-Pipeline nimmt Betrieb wieder auf

▼ Iran stellt Öffnung der Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen in Aussicht

▼ Trump signalisiert Gesprächsbereitschaft gegenüber dem Iran

 

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Hoffnung auf Entspannung drückt die Heizölpreise

Die Ölpreise sind weiter gesunken und verzeichnen derzeit ihre längste Verlustphase seit über einem Jahr. Ausschlaggebend dafür sind die Wiederinbetriebnahme einer wichtigen Pipeline in Saudi-Arabien sowie neue Hoffnungen auf Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Dadurch erwarten die Märkte eine bessere Versorgung mit Rohöl.

US-Präsident Donald Trump sprach trotz scharfer Worte gegenüber dem Iran von konstruktiven Gesprächen seiner Unterhändler mit iranischen Vertretern. Nach seinen Angaben haben die Verhandlungen zuletzt deutlich an Fahrt aufgenommen, weitere Treffen sind bereits geplant. Viele Marktbeobachter sehen die fallenden Ölpreise vor allem als Reaktion auf die Annäherung beider Seiten. Die Aussicht auf Verhandlungen sorgt für Zuversicht, auch wenn weiterhin Unsicherheit bleibt. Experten warnen deshalb davor, die bisherigen Fortschritte zu positiv zu bewerten, da frühere Versuche zur Beilegung des Konflikts ebenfalls gescheitert sind.

Für zusätzliche Entlastung sorgt Saudi-Arabien. Das Land nimmt seine wichtige Ost-West-Pipeline nach Reparaturarbeiten schrittweise wieder vollständig in Betrieb. Dadurch kann mehr Öl exportiert werden. Auch aus dem Irak gelangen derzeit höhere Mengen auf den Weltmarkt.

Im weiteren Tagesverlauf richten sich die Blicke auf neue Daten zu den US-Ölbeständen. Insgesamt wird die Lage derzeit als ausgeglichen eingeschätzt: Während die Spannungen im Nahen Osten weiterhin bestehen, wirken die Hoffnung auf neue Gespräche und das steigende Ölangebot preisberuhigend. Für die Heizölpreise in Deutschland zeichnen sich deshalb heute erste Rückgänge ab.

Die Heizölpreise und Ölpreise sind weiterhin sehr volatil. Nutzen Sie unseren Preisalarm und wir benachrichtigen Sie, wenn Ihr Wunschpreis erreicht ist.

 

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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