Heizöl-News: Ölpreise unter Druck durch Hoffnungen auf Iran-Abkommen

Sophie Schneider am 12.06.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 12.06.26 bei 122,88 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 12.06.26 bei 1,2288 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 88,52 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 983,25 US-Dollar
  • WTI: 86,02 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1561 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ Iran meldet vollständige Sperrung der Straße von Hormus

▲ US-Ölbestandsdaten zeigen eine stabile Marktlage

▲ EU kündigt ein 21. Sanktionspaket gegen Russland an

▲ Hisbollah weist Vorschlag für Waffenruhe mit Israel zurück

▲ Goldman Sachs berichtet von stark sinkenden Ölreserven

▲ Angriffe der Ukraine auf russische Ölanlagen nehmen zu

 

Neutral (=)

=  Neue Monatsberichte von EIA und OPEC veröffentlicht
= OPEC+ beschließt Ausweitung der Fördermenge um 188.000 Barrel pro Tag

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Trump stoppt zuvor angekündigte Angriffe auf den Iran

▼ US-Energieministerium stellt zusätzliche Mengen aus Reserven bereit

▼ USA widersprechen Angaben über vollständige Sperrung der Straße von Hormus

▼ Aramco reduziert Preise für Juli teils deutlich

 

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Ölmarkt reagiert auf mögliche Einigung zwischen USA und Iran

Der Brent-Rohölkontrakt startete heute erstmals seit April wieder unter 90 Dollar. Auslöser war die Aussage von US-Präsident Trump, dass ein Abkommen mit dem Iran nur noch unterzeichnet werden müsse. Unterstützt wurde diese Einschätzung durch die Absage weiterer militärischer Angriffe auf Ziele im Iran, die zuvor angekündigt worden waren.

Ein möglicher Effekt des Abkommens wäre die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Diese wichtige Schifffahrtsroute wurde zuletzt vollständig gesperrt. Vor Beginn des Konflikts wurden dort täglich rund 21 Millionen Barrel Öl transportiert. Die Blockade hat die Versorgung aus der Golfregion stark eingeschränkt. Zwar haben sich die Exporte zuletzt etwas erholt und alternative Routen werden genutzt, dennoch liegen die Mengen weiterhin deutlich unter dem früheren Niveau.

Gleichzeitig bestehen weiterhin Unsicherheiten, da laut iranischer Seite noch zentrale Punkte geklärt werden müssen. Entsprechend reagieren die Preise stark auf neue Meldungen.

Hinzu kommt ein Rückgang der Ölbestände in den OECD-Ländern. Diese lagen im April deutlich unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Parallel bleibt die Inflation hoch, was zu steigenden Zinsen führt. Die EZB hat bereits eine Anhebung vorgenommen.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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