Heizöl-News: Hohe Ölpreise belasten den Ölmarkt

Heizölnews Autorin Ricarda Altrichter von TotalEnergies

Ricarda Altrichter am 24.07.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 24.07.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 24.07.26 bei 151,47 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 24.07.26 bei 1,5147€ im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 98,60 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1257,50 US-Dollar
  • WTI: 90,38 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1391 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Schiffverkehr in der Straße von Hormus auf Tiefstand seit dem 7. Mai

▲ keine Entspannung im Nahost-Konflikt

▲ Ölproduktion in Kasachstan gedrosselt und Exportstopp am Schwarzen Meer

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ leichte Erhohlung der Schifffahrt in der Straße von Bab el Mandeb am Roten Meer
 

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Konflikte belasten die Öl-Versorgung

Die Ölpreise sind am Freitagmorgen im Verlgeich zu gestern wieder leicht gestiegen. Sie sind deutlich höher als zu Beginn der Woche.
Hintergrund sind die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Angriffe auf Schiffe im Roten Meer sowie neue Drohungen der USA gegenüber dem Iran sorgen für Unsicherheit an den Märkten.

US-Präsident Donald Trump kündigte harte militärische Maßnahmen an, falls es weitere Angriffe der Huthi auf die Schifffahrt geben sollte. Gleichzeitig setzt das US-Militär seine Angriffe auf Ziele im Iran fort. Ziel ist es nach eigenen Angaben, weitere Angriffe auf wichtige Schifffahrtswege zu verhindern.

Besonders problematisch ist die Situation rund um die Straße von Hormus, einen der wichtigsten Transportwege für Rohöl. Dort ist der Schiffsverkehr inzwischen stark zurückgegangen. Experten warnen, dass dadurch deutlich weniger Öl auf den Weltmarkt gelangen könnte und sich somit das Produktangebot reduziert. Auch die Ölexporte aus Saudi-Arabien über die Ausweichroute im Roten Meer geraten zunehmend unter Druck.

Zusätzliche Sorgen kommen aus Kasachstan. Nach Schäden an einem wichtigen Verladehafen wurde die Ölförderung in Teilen des Landes vorübergehend stark reduziert. Über die betroffene Pipeline werden rund 2 % des weltweiten Rohölangebots transportiert. Der Ausfall verschärft die ohnehin angespannte Versorgungslage.

Viele Marktbeobachter rechnen deshalb weiterhin mit steigenden Ölpreisen. Sollten sich die Konflikte nicht entspannen und wichtige Transportwege weiter beeinträchtigt bleiben, könnte sich dieser Trend fortsetzen.

Die hohen Ölpreise wirken sich auf die Heizölpreise aus, die wieder leicht gestiegen sind. Somit ist vielleicht doch jetzt der richtige Zeitpunkt etwas Heizöl nachzubestellen, um ein bisschen Puffer für den kommenden Herbst und Winter zu haben.
 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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