Heizöl-News 07.09.26: Ölpreise steigen nach neuen Spannungen im Persischen Golf

Sophie Schneider am 07.09.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 07.09.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 07.09.26 bei 158,64 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 07.09.26 bei 1,5864 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 97,17 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1430,75 US-Dollar
  • WTI: 92,04 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1614 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Iran erweitert Sanktionen gegen den internationalen Tankerverkehr

▲ Militärische Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen erneut zu

▲ Oman weist iranische Pläne zur Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormus zurück

▲ USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran weiter

▲ Russland hält Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel aufrecht

▲ Neue Angriffe auf russische Ölinfrastruktur in der Ukraine

 

= OPEC7+ belässt die Fördermengen für Oktober unverändert

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Saudi Aramco nimmt kaum Änderungen an seinen offiziellen Verkaufspreisen vor

▼ Goldman Sachs berichtet von einer deutlichen Erholung der Ölexporte aus der Golfregion

 

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Ölpreise steigen nach Angriffen im Persischen Golf

Die Lage zwischen dem Iran und den USA hat sich am Wochenende weiter zugespitzt. Nach Angaben des US-Zentralkommandos griffen US-Streitkräfte am Samstag drei iranische Rohöltanker an. Zuvor sollen die iranischen Revolutionsgarden Marschflugkörper auf zwei Kriegsschiffe der US-Marine abgefeuert haben, die sich auf Patrouille befanden. Getroffen wurden laut den USA die Tanker Downy vor der Insel Kharg, Stark 1 nahe Jask sowie der unbeladene Tanker Kylo im Golf von Oman.

Der Iran meldete anschließend Angriffe auf drei Schiffe mit Verbindungen zu den USA in der Straße von Hormus. Zudem kündigte Irans oberster Sicherheitsbeamter Mohsen Rezae die Einrichtung einer neuen Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus an.

An den Ölmärkten führte die Entwicklung zu steigenden Preisen. Die Rohölsorten Brent und WTI lagen zum Handelsschluss am Freitag jeweils deutlich über dem Niveau der Vorwoche und notierten wieder oberhalb von 95 beziehungsweise 90 US-Dollar pro Barrel. Als Hauptgrund gelten die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran.

Marktbeobachter berücksichtigen inzwischen wieder höhere geopolitische Risiken. Analysten der ANZ Bank halten einen länger andauernden Konflikt mit gezielten Militäraktionen beider Seiten für wahrscheinlich. Sie gehen davon aus, dass die Ölexporte aus der Region bis Ende 2026 eingeschränkt bleiben könnten. Weitere Hinweise zur Entwicklung des Ölmarktes werden in dieser Woche erwartet, wenn EIA, OPEC und IEA ihre Monatsberichte veröffentlichen. Aufgrund des Feiertags Labor Day in den USA verschieben sich zudem mehrere Termine für die Veröffentlichung der US-Ölbestandsdaten. Aktuell setzen die Ölfutures ihren Anstieg fort.

 

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Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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