Heizöl-News: Hoffnung auf Frieden, Markt bleibt angespannt

Sophie Schneider am 22.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 22.04.26 bei 141,48 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 22.04.26 bei 1,4148 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 97,71 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1149,50 US-Dollar
  • WTI: 88,82 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1750 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ US-Ölbestandsdaten laut API

▲ US-Marine greift iranischen Frachter an

▲ Teheran sagt Gespräche ab

▲ Straße von Hormus: Schiffsverkehr kommt erneut zum Erliegen.

▲ Iran droht mit Störung des Schiffsverkehrs im Roten Meer

▲ Washington lässt Sanktions-Ausnahme für iranisches Öl auslaufen

▲ Monatsberichte von OPEC, EIA und IEA

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Zehntägige Waffenruhe im Libanon

▼ Trump verlängert Waffenruhe mit Iran auf unbestimmte Zeite

▼ 10-tägige Waffenruhe im Libanon

▼ OPEC+ beschließt Förderungserhöhung um 206.000 Barrel pro Tag für Mai

 

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Waffenruhe bleibt bestehen, Öl bleibt knapp und teuer

US‑Präsident Trump hat am frühen Mittwochmorgen überraschend erklärt, dass die bisher befristete Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängert wird. Zuvor hatte er noch das Gegenteil angedeutet. Grund für die Entscheidung ist eine Bitte des Vermittlers Pakistan. Die Feuerpause soll so lange gelten, bis die zerstrittene Führung im Iran einen gemeinsamen Vorschlag für einen Frieden vorlegt. Die Seesperre der USA bleibt jedoch bestehen.

Trotz der vielen neuen Meldungen bewegt sich der Ölpreis nur wenig. Beobachter weisen darauf hin, dass die Lage zwar unklar ist, sich an der tatsächlichen Versorgung aber kaum etwas geändert hat. Weiterhin kommen weniger Lieferungen an, als normalerweise üblich wären.

Ein wichtiger Grund dafür ist der stark eingeschränkte Schiffsverkehr. Viele Öllieferungen können ihren üblichen Weg nicht nehmen, da die Route durch die Straße von Hormus faktisch gesperrt ist. Eine Öffnung gilt ohne ein Friedensabkommen als unwahrscheinlich. Dadurch bleiben Ölpreise hoch und die allgemeine Verteuerung hält an.

Zusätzliche Sorge gibt es wegen der vom Iran unterstützten Huthi‑Miliz. Diese hat erneut damit gedroht, den Schiffsverkehr im Roten Meer anzugreifen. Sollte es dazu kommen, würden weitere Lieferwege gefährdet.

Aus dem Iran selbst gibt es bisher keine offizielle Reaktion auf die Verlängerung der Waffenruhe. In Berichten aus Teheran heißt es, man habe eine solche Verlängerung nicht erbeten. Die Seesperre wird dort seit Beginn als feindlicher Akt gesehen. Vor neuen Gesprächen fordert der Iran deren Ende. Präsident Trump machte zugleich deutlich, dass er ein Abkommen nur unter extrem harten Bedingungen für möglich hält.

Die geringere Ölmenge zeigt sich bereits in den Lagerzahlen aus den USA. Sowohl Rohöl als auch Kraftstoffe waren in der letzten Berichtswoche rückläufig. .

Am Mittwochmorgen gaben die Ölpreise zwar leicht nach, nachdem sie am Vorabend gestiegen waren. Für den heimischen Markt ist nach dem starken Anstieg vom Vortag jedoch weiterhin mit Aufschlägen zu rechnen. Für private Heizölkunden bleibt die Lage damit angespannt.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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