Heizöl-News: Ruhigere Töne beeinflussen die Ölpreise vor dem Wochenende

Sophie Schneider am 17.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 17.04.26 bei 144,06 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 17.04.26 bei 1,4406 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 98,45 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1179,25 US-Dollar
  • WTI: 89,96 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1780 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Iran stellt Störungen des Schiffsverkehrs im Roten Meer in Aussicht

▲ USA gehen verschärft gegen einen iranischen Ölunternehmer mit neuen Sanktionen vor

▲ Veröffentlichung neuer US‑Ölbestandsdaten rückt in den Fokus

▲ US‑Maßnahmen zur Blockade der Straße von Hormus und iranischer Häfen

▲ Washington beendet die bisherige Ausnahme von Sanktionen für iranisches Öl

▲ Schifffahrt durch die Straße von Hormus weiterhin stark eingeschränkt

▲ Iran greift eine saudische Pipeline an

▲ Erwartete Monatsberichte von OPEC, EIA und IEA

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Zehntägige Waffenruhe im Libanon sorgt für Entspannung

▼ Internationaler Währungsfonds senkt Wachstumsprognose für 2026

▼ Neue Hoffnung auf Fortschritte in den Gesprächen zwischen USA und Iran

▼ USA und Iran verständigen sich auf eine Waffenruhe

▼ OPEC+ beschließt eine Förderanhebung um 206.000 Barrel pro Tag für Mai

 

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Konflikte belasten die Ölpreise

Die Lage an den Märkten wird weiterhin stark vom Krieg mit dem Iran geprägt. Besonders im Fokus steht die wichtige Seestraße von Hormus. Solange diese Route für die Schiffe nicht wieder frei ist, bleibt die Versorgung mit Öl unsicher. Bereits jetzt kommt weniger Öl auf den Weltmarkt, und weitere Engpässe sind möglich.

Zusätzlich gibt es neue Sorgen: Sollte die Seeblockade der USA anhalten, könnten noch größere Mengen Öl betroffen sein, die bisher über diese Route transportiert wurden. Der Iran hat zudem angedroht, auch den Schiffsverkehr im Roten Meer ins Visier zu nehmen. Diese Route wird derzeit verstärkt genutzt, um die gesperrte Seestraße von Hormus zu umgehen. Fällt auch dieser Ausweg weg, könnten selbst große Öllieferanten Schwierigkeiten bekommen, ihr Öl auszuführen.

Kurz vor dem Wochenende könnten die Ölpreise an den Börsen ICE und NYMEX noch einmal nachgeben. Auslöser ist der vereinbarte Waffenstillstand im Libanon. Dieser verstärkt die Hoffnungen, dass die nächsten Gespräche zwischen den USA und dem Iran erfolgreicher verlaufen könnten als die erste Runde vor einer Woche. Allerdings können gegenteilige Nachrichten die Preise ebenso schnell wieder steigen lassen.

 

Laut Priyanka Sachdeva, Marktanalystin bei Phillip Nova Pte., steht derzeit nicht eine weitere Zuspitzung im Fokus, sondern eine Beruhigung der Lage. Ihrer Einschätzung nach haben zuvor Sorgen für steigende Preise gesorgt, während diplomatische Bemühungen nun für sinkende Notierungen stehen. Die weiterhin bestehende Unsicherheit könne jedoch auch künftig für stärkere Schwankungen sorgen.

Rebecca Babin von der CIBC Private Wealth Group weist darauf hin, dass eine Verzögerung bei einer Rückkehr zur Normalität zu Engpässen beim Angebot führen kann. Zwar gebe es positive politische Signale, diese hätten sich bislang jedoch nicht deutlich auf die Lieferlage ausgewirkt. Die Lieferungen seien weiterhin eingeschränkt.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nach wie vor nicht frei, auch wenn einzelne Schiffe die Meerenge passieren konnten. Berichten zufolge hat der Iran Vorschläge gemacht, wie die Durchfahrt künftig geregelt werden könnte.

Trotz möglicher Annäherungen bleiben viele Marktteilnehmer vorsichtig. Die Ölpreise starteten heute Morgen unter den Höchstständen vom Vortag. Brent lag dabei noch höher, während WTI und Gasoil darunter notierten.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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