Heizöl-News: Hoffnung auf Gespräche bremst Preisanstieg

Sophie Schneider am 21.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 21.04.26 bei 135,44 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 21.04.26 bei 1,3544 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 95,20 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1078,50 US-Dollar
  • WTI: 86,85 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1774 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ Verhandlungen oder nicht? Irans Teilnahme bleibt offen

▲ US-Marine greift iranischen Frachter an

▲ Teheran sagt Gespräche ab

▲ Straße von Hormus: Schiffsverkehr kommt erneut zum Erliegen.

▲ Iran droht mit Störung des Schiffsverkehrs im Roten Meer

▲ Washington lässt Sanktions-Ausnahme für iranisches Öl auslaufen

▲ Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert

▲ Monatsberichte von OPEC, EIA und IEA

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Zehntägige Waffenruhe im Libanon

▼ Iran und USA einigen sich auf Waffenruhe

▼ OPEC+ beschließt Förderungserhöhung um 206.000 Barrel pro Tag für Mai

 

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Hoffnung auf Gespräche sorgt trotz Krise für leichten Preisrückgang

Am Ölmarkt steht weiterhin die Lage am Persischen Golf im Mittelpunkt. Kurz vor dem Ende der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran richten sich viele Erwartungen auf mögliche Gespräche in dieser Woche in Islamabad. Vor allem die Frage, ob der Iran daran teilnimmt, ist für die Marktlage entscheidend.

Zu Beginn der Woche waren die Ölpreise noch deutlich gestiegen. Auslöser war, dass der Iran die Meerenge von Hormus erneut gesperrt hatte. Zusätzlich beschlagnahmten die USA ein iranisches Frachtschiff im Rahmen ihrer Blockade. Diese Ereignisse verstärkten die Sorge um die Versorgung.

Inzwischen hoffen viele Marktteilnehmer jedoch darauf, dass es zu einer Verlängerung der Waffenruhe oder sogar zu einer dauerhaften Einigung kommen könnte. Gleichzeitig bleibt die Gefahr bestehen, dass sich die Lage weiter zuspitzt und Lieferausfälle anhalten.

Der Schiffsverkehr durch die Meerenge von Hormus ist weiterhin stark eingeschränkt. Am frühen Dienstag wagten nur drei Schiffe die Durchfahrt. Die Lage hatte sich am Wochenende erneut verschärft, nachdem es zu weiteren Zwischenfällen mit Schiffen gekommen war und die Kontrollen wieder verstärkt wurden.

Sollten die Einschränkungen noch einen Monat andauern, könnten die Ausfälle sehr groß werden. In diesem Fall könnten die Ölpreise im kommenden Jahr deutlich steigen. Schon jetzt zeigen sich Folgen bei der Nachfrage: Durch die höheren Preise wird weniger Öl nachgefragt. 

Andere Einflussfaktoren spielen derzeit kaum eine Rolle. Alles hängt von den Entwicklungen am Persischen Golf ab. Auch wenn die grundsätzliche Marktlage weiterhin auf steigende Preise hindeutet, zeigen sich bei den Preisen im Inland heute dennoch spürbare Nachlässe im Vergleich zu gestern Morgen.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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