Heizöl-News: Neue Spannungen am Persischen Golf treiben Ölpreise zum Wochenstart

Sophie Schneider am 20.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 20.04.26 bei 138,47 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 20.04.26 bei 1,3847 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 95,80 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1097,00 US-Dollar
  • WTI: 87,90 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1763 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ US‑Marine greift iranischen Frachter an

▲ Teheran sagt Gespräche ab

▲ Schiffsverkehr in der Straße von Hormus kommt erneut zum Erliegen

▲ Iran droht mit Störung des Schiffsverkehrs im Roten Meer

▲ USA lassen Sanktions‑Ausnahme für iranisches Öl auslaufen

▲ Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert

▲ Monatsberichte von OPEC, EIA und IEA

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Zehntägige Waffenruhe im Libanon

▼ Iran und USA einigen sich auf Waffenruhe

▼ OPEC+ beschließt Förderungserhöhung um 206.000 Barrel pro Tag für Mai

 

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Konflikte belasten die Ölpreise

Nach einer kurzen Phase der Hoffnung hat sich die Lage am Persischen Golf über das Wochenende wieder deutlich verschärft. Der Iran hat die Straße von Hormus erneut geschlossen. Beide Seiten werfen sich vor, die Waffenruhe verletzt zu haben. Außerdem ist unklar, ob die für morgen geplanten Gespräche fortgesetzt werden. In der Folge sind die Ölpreise zu Beginn der neuen Woche deutlich gestiegen.

Die zuvor angekündigte Öffnung der wichtigen Seestraße hat sich als zu früh erwiesen. Fachleute gehen davon aus, dass Reedereien die Durchfahrt erst dann wieder aufnehmen, wenn verlässliche Sicherheit besteht. Der Markt reagiert derzeit stark auf wechselnde öffentliche Aussagen aus den USA und dem Iran, obwohl die tatsächliche Lage vor Ort eher gegen eine schnelle Entspannung spricht.

Zugleich bleibt die Unsicherheit hoch, da noch offen ist, ob die geplanten Gespräche zwischen dem Iran und den USA überhaupt stattfinden. Während Vertreter der USA anreisen wollen, gibt es aus dem Iran widersprüchliche Signale zur Teilnahme. Solange diese Fragen ungeklärt sind, bleibt die Lage angespannt.

Die Straße von Hormus ist von zentraler Bedeutung für den weltweiten Transport von Öl und Gas. Einschränkungen dort haben direkte Auswirkungen auf den Energiemarkt. Solange der Transport behindert bleibt, bestimmen vor allem die tatsächlichen Liefermengen die Preisentwicklung. Insgesamt hat sich die Situation deutlich verschärft, und mit wachsender Unsicherheit steigen die Preise weiter an.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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