Heizöl-News 11.09.26: Nahost-Konflikt bestimmt weiterhin die Entwicklung am Ölmarkt

Sophie Schneider am 11.09.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 11.09.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 11.09.26 bei 169,60 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 11.09.26 bei 1,6960 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 105,94 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1496,75 US-Dollar
  • WTI: 101,05 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1612 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Zunehmende Sicherheitsrisiken im Roten Meer durch verschärfte Huthi-Aktivitäten

▲ Iran signalisiert Bereitschaft zu einer weiteren Eskalation des Konflikts

▲ Versenkung von fünf iranischen Tankern durch die USA

▲ Weitere Abnahme der Schiffsbewegungen durch die Straße von Hormus

▲ Huthi-Miliz intensiviert erneut Angriffe auf Ziele in Saudi-Arabien

▲ Russland verlängert Ausfuhrbeschränkungen für Benzin und Diesel

▲ Ukrainische Drohnenangriffe belasten russische Öl-Infrastruktur

▲ Chinas Rohölimporte verzeichnen im August einen Anstieg

 

= DOE-Bericht ohne klare Richtung mit gemischten Bestandsdaten

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Ölmarkt weiter von Entwicklungen im Nahen Osten geprägt

Zum Ende der Woche stehen die Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin im Mittelpunkt des Ölmarktes. Sie haben in den vergangenen Tagen die Preisentwicklung maßgeblich beeinflusst. Die beiden wichtigen Rohölsorten steuern darauf zu, die Woche erstmals seit Mitte Mai mit einem Preis von mehr als 100 US-Dollar pro Barrel abzuschließen.

Auslöser der jüngsten Preisanstiege ist die zunehmende Eskalation zwischen den Huthi-Milizen im Jemen und Saudi-Arabien sowie dessen Verbündeten. Die vom Iran unterstützten Huthi haben am Donnerstag den Hafen Mokka im Jemen eingenommen. Dadurch wächst die Sorge um den Schiffsverkehr im Roten Meer.

Auch am Persischen Golf bleibt die Lage angespannt. Die Straße von Hormus ist weiterhin durch eine anhaltende Blockade eingeschränkt. Zudem haben Angriffe auf Tanker in der Region zuletzt wieder zugenommen. Gleichzeitig weiten sich Angriffe auf Energieanlagen in Saudi-Arabien und anderen Ländern aus.

Marktbeobachter verweisen darauf, dass sich die Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Konflikts erhöht hat. Auch die Gefahr von Störungen wichtiger Schifffahrtsrouten steht im Fokus. Bereits seit Juli bedrohen die Huthi-Rebellen Schiffe, die saudische Häfen am Roten Meer anlaufen.

Zusätzlich meldete Saudi-Arabien für den vergangenen Monat den niedrigsten Stand der Ölproduktion seit 1990. Vor diesem Hintergrund rechnen viele Marktteilnehmer weiterhin mit anhaltenden Risiken für die Ölversorgung. Entsprechend bleiben die Ölpreise auf erhöhtem Niveau. Auch die Inlandspreise zeigen sich gegenüber dem Vortag deutlich höher, obwohl sich in den frühen Handelsstunden leichte Preisrückgänge angedeutet haben.

 

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Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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