Heizöl-News: Gemischte Signale am Ölmarkt

Nora Feldkamp am 28.07.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 28.07.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 28.07.26 bei 148,77 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 28.07.26 bei 1,4877 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 87,85 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1227,50 US-Dollar
  • WTI: 82,03 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1366 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Die Huthi halten ihre Seeblockade gegen Saudi-Arabien aufrecht und führen weiterhin Angriffe auf saudische Ölanlagen durch.

▲ Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf das 21. Sanktionspaket gegen Russland verständigt.

▲ Das Schiffsaufkommen in der Straße von Hormus ist auf den niedrigsten Stand seit Mai gesunken.

▲ Unterbrechung der Ölexporte aus Kasachstan über das Schwarze Meer

▲ Russland hat ein Exportverbot für Diesel verhängt.

▲ Die USA haben ihre Seeblockade gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt.

▲ Ukrainische Streitkräfte haben Angriffe auf russische Ölanlagen durchgeführt.

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Für September wird eine weitere Anhebung der OPEC+-Produktionsziele erwartet.

▼ Die USA und der Iran haben ihre gegenseitigen Angriffe vorerst ausgesetzt.

 

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Ölbörsen weiter in Bewegung

Die Rohölpreise an den Börsen in Europa und den USA sind gestern erneut gesunken. Der Nordsee-Rohölkontrakt Brent schloss dabei wieder unter der Marke von 90 US-Dollar pro Barrel. Auch der US-Rohölkontrakt WTI lag deutlich unter 85 US-Dollar.

Der Preisrückgang setzt sich heute zunächst fort. Hintergrund ist, dass die gegenseitigen Angriffe der USA und des Irans bereits seit drei Tagen ausgeblieben sind. Zudem berichtete US-Präsident Donald Trump von Gesprächen zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des Konflikts. Eine Bestätigung aus dem Iran liegt jedoch nicht vor. Gleichzeitig wird der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu heute in Washington erwartet.

Analysten sehen derzeit noch keine ausreichenden Belege für eine dauerhafte Entspannung der Lage. Besonders die Situation in der Straße von Hormus wird weiterhin aufmerksam beobachtet.

Für zusätzlichen Druck auf die Rohölpreise sorgt die Wiederaufnahme des Betriebs am Exportterminal des Caspian Pipeline Consortium (CPC). Nach einer etwa einwöchigen Unterbrechung laufen die Anlagen nach Angaben des Konsortiums wieder im Normalbetrieb.

Gleichzeitig bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Die Huthi-Miliz setzt ihre Angriffe auf saudi-arabische Ölanlagen fort. Nach bisherigen Angaben sollen die Ölexporte über den Hafen Yanbu bereits um 25 Prozent gesunken sein.

Heute Nacht veröffentlicht das API seine aktuellen Schätzungen zu den US-Ölbeständen. Morgen folgt der Wochenbericht des US-Energieministeriums (DOE). Während die Ölfutures heute zeitweise weiter nachgaben, haben sie sich zuletzt wieder leicht von ihren Tagestiefs erholt. Für die Inlandspreise zeichnet sich rechnerisch ein leichter Anstieg gegenüber gestern ab.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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