Heizöl-News 22.09.26: Produktionsrückgang in Libyen bewegt den Ölmarkt

Sophie Schneider am 22.09.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 22.09.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 22.09.26 bei 182,36 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 22.09.26 bei 1,8236 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 101,4 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1440,50 US-Dollar
  • WTI: 93,11 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1458 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Berichte über zusätzliche Kraftstoffnachfrage von Saudi Aramco in Europa

▲ Ausfall geplanter saudischer Öllieferungen nach Europa

▲ Kurzfristiger Marktausblick von EIA, OPEC und IEA stützt die Preise

▲ Anhaltende Sicherheitsrisiken im Roten Meer und in Saudi-Arabien

▲ Unsicherheiten für den Öltransport durch die Straße von Hormus

▲ Höhere Rohölimporte Chinas im August

▲ Russland verlängert Beschränkungen für Benzin- und Dieselexporte

▲ Weitere Angriffe auf russische Ölanlagen sorgen für Unsicherheit am Markt

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Aussicht auf Gespräche zwischen den USA und Iran bei der UN-Generalversammlung

▼ Wiederaufnahme von Öltransporten über Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline erwartet

▼ Zinserhöhung der US-Notenbank belastet die Nachfrageerwartungen

 

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Produktionsrückgang in Libyen und Gespräche bei der UN im Fokus

Am größten libyschen Ölfeld Sharara ist die Ölförderung am Montag deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der staatlichen Ölgesellschaft National Oil Corporation (NOC) hatte eine Gruppe von Bewaffneten ein Ventil an einer Pipeline geschlossen, über die das dort geförderte Rohöl zum Exporthafen Zawiya transportiert wird. Die NOC machte keine Angaben zum genauen Ausmaß des Rückgangs. Nach Informationen von Ingenieuren gegenüber Reuters soll die Förderung um rund 200.000 Barrel pro Tag gesunken sein und derzeit bei etwa 100.000 bis 105.000 Barrel pro Tag liegen. Eine weitere Quelle nannte ein aktuelles Produktionsniveau von 127.000 Barrel pro Tag. Sharara verfügt über eine Förderkapazität von rund 300.000 Barrel täglich und zählt zu den größten Ölfeldern des Landes.

Gleichzeitig rückten neue Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in den Blick. Er erklärte, die Ukraine könne ihre Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur einstellen, wenn Russland seinerseits den ukrainischen Energiesektor, kritische Infrastruktur und Lebensmittelexporte nicht mehr angreife. Weitere Gespräche dazu sollen am Rande der heute beginnenden UN-Generalversammlung in New York stattfinden.

An den Ölbörsen fielen die Rohölpreise am Montag den vierten Handelstag in Folge. Heute Morgen zeigten sich die Notierungen wieder etwas fester. Neben dem Produktionsrückgang in Libyen beobachten die Märkte die laufenden diplomatischen Gespräche rund um die UN-Generalversammlung sowie die Entwicklung der saudischen Rohölexporte. Die heute Abend erwarteten Schätzungen zu den US-Ölbeständen treten derzeit gegenüber den geopolitischen Themen in den Hintergrund.

Die Heizölpreise und Ölpreise sind weiterhin sehr volatil. Nutzen Sie unseren Preisalarm und wir benachrichtigen Sie, wenn Ihr Wunschpreis erreicht ist.

 

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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