Heizöl-News: Ölmarkt bleibt von Iran-Konflikt geprägt

Sophie Schneider am 20.05.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 20.05.26 bei 140,53 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 20.05.26 bei 1,4053 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 110,15 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1209,25 US-Dollar
  • WTI: 103,10 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1599 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ Zunehmende Angriffe im Nahen Osten belasten die Lage

▲ API meldet rückläufige US-Ölbestände

▲ Ukrainische Drohnen treffen russische Energieinfrastruktur

▲ Kasachische Lieferungen via Druschba zeitweise beeinträchtigt

▲ Verkehr durch die Straße von Hormus weiterhin stark eingeschränkt

 

Neutral (=)

= OPEC+ hebt Fördermenge für Juni moderat um 188.000 B/T an

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Markt setzt auffällig stark auf fallende Brent-Preise

▼ Geplanter US-Militärschlag gegen Iran zunächst zurückgestellt

▼ Washington verlängert Ausnahmen für russische Ölexporte

▼ Passage durch die Straße von Hormus entspannt sich wieder etwas

 

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Ölmarkt bleibt von Iran-Konflikt geprägt

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran bestehen weiterhin. US-Präsident Trump betont zwar, dass die iranische Seite verhandlungsbereit sei, jedoch verhärten sich die Positionen beider Seiten. Der Markt reagiert darauf mit Zurückhaltung und beobachtet die Lage ohne klare Richtung. Äußerungen in sozialen Medien verlieren zunehmend an Einfluss, während sich bei Händlern eine gewisse Gewöhnung an die Situation zeigt.

Einschätzungen aus dem Markt gehen davon aus, dass die Ölpreise hoch bleiben könnten. Gründe sind mögliche neue US-Angriffe auf den Iran sowie die Erwartung, dass sich die Rohölversorgung auch bei einer Einigung nicht schnell erholen würde. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine Blockade der Straße von Hormus den Preis weiter stützen könnte.

Gleichzeitig wird das Risiko längerer Lieferausfälle laut Marktteilnehmern unterschätzt, da viele weiterhin auf eine schnelle Lösung hoffen. Die weltweiten Ölbestände nehmen jedoch ab, was die Situation zusätzlich verstärkt. Auch in den USA sind die Lagerbestände laut API deutlich gesunken.

Auffällig sind einzelne Handelsgeschäfte, die kurzfristig auf fallende Preise setzen. Die Hintergründe dafür bleiben unklar. Insgesamt bleibt die Marktlage unverändert und stark von den Entwicklungen rund um den Iran abhängig.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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