Heizöl-News: Fortbestehende Konflikte prägen die aktuelle Marktlage

Sophie Schneider am 12.05.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 12.05.26 bei 138,52 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 12.05.26 bei 1,3852 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 105,03 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1196,00 US-Dollar
  • WTI: 99,16 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1757 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ Trump lehnt den Verhandlungsvorschlag des Iran ab

▲ Anhaltende Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus

▲ USA verhängen neue Sanktionen gegen den Irak

▲ Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen

▲ Experten warnen vor niedrigen Ölbeständen

▲ Unterbrechung kasachischer Ölexporte über die Druschba‑Pipeline

▲ Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ OPEC+ beschließt eine Förderanhebung um 188.000 Barrel pro Tag für den Juni

 

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Anhaltende Spannungen beeinflussen den Ölmarkt

Die Lage am Persischen Golf hat sich zuletzt weiter zugespitzt. Donald Trump brachte ein Ende der Waffenruhe ins Spiel und trug damit zu einer weiteren Eskalation bei. Die Ölpreise bleiben dadurch gestützt, auch wenn starke Preissprünge wie zu Beginn des Konflikts inzwischen ausbleiben. Im Markt ist ein Gewöhnungseffekt zu erkennen. Viele Beteiligte stellen sich auf länger andauernde Unterbrechungen der Ausfuhren ein.

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran besteht seit Anfang April und gilt weiterhin, zeigt jedoch zunehmend Schwächen. Nach der Blockade iranischer Schiffe durch die USA kam es wiederholt zu gegenseitigen Angriffen auf Schiffe sowie auf militärische Ziele und Energieanlagen. Sollte die Feuerpause enden, besteht vor allem durch mögliche Schäden an Anlagen ein Risiko für den Ölmarkt, da diese eine Rückkehr zur Normalität verzögern würden.

Analystinnen von Bloomberg Economics halten ein umfassendes Friedensabkommen für unwahrscheinlich. Sie rechnen mit erneuten militärischen Aktionen, erwarten jedoch nur kurze Phasen stärkerer Kämpfe, gefolgt von einem niedrigeren Konfliktniveau. Auch andere Marktbeobachter sehen wachsende Risiken für steigende Ölpreise, falls bis Ende Mai keine Einigung erreicht wird. Ein klarer Fortschritt in den Gesprächen könnte dagegen zu sinkenden Preisen führen, während weitere Eskalationen deutliche Anstiege auslösen könnten.

Das Thema dürfte auch bei einem Treffen von Trump mit Chinas Präsident Xi Jinping angesprochen werden. Gleichzeitig verhängten die USA neue Sanktionen gegen Firmen, die den Verkauf iranischen Öls nach China unterstützt haben. Trotz zuletzt eher geringer Kursbewegungen an ICE und NYMEX bleiben die Preisänderungen insgesamt moderat. Auch im Inland ergeben sich im Vergleich zu Montagmorgen nur geringe rechnerische Veränderungen.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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