Heizöl-News 27.08.26: Mehr Schiffe in der Straße von Hormus: Hoffnung auf bessere Versorgung

Nora Feldkamp am 27.08.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 27.08.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 27.08.26 bei 142,32 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 27.08.26 bei 1,4232 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 86,83 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1223,25 US-Dollar
  • WTI: 81,09 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1653 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Russland erwägt eine weitere Verschärfung des Krieges gegen die Ukraine

▲ Sinkende Ölvorräte in den USA stützen die Preise

▲ Die USA erhöhen den Druck auf den Iran durch neue Sanktionen

▲ Die Straße von Hormus bleibt weiterhin gesperrt

▲ Russland hält an den Ausfuhrbeschränkungen für Benzin und Diesel fest

▲ Die Huthi setzen ihre Blockade gegen Saudi-Arabien fort und greifen weiter Ölanlagen an

▲ Angriffe aus der Ukraine auf russische Ölanlagen belasten die Versorgungslage

 

Neutrale Faktoren

=  Die OPEC+ erhöht ihre Fördermenge im September um weitere 188.000 Barrel pro Tag
 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Der Irak weitet seine Ölausfuhren aus

▼ Iran und Oman erzielen eine Einigung über Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus

▼ Saudi-Arabien kündigt für September vollständige Liefermengen an

 

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Hoffnung auf Entspannung, Preise bleiben unter Druck

Die Lage am Ölmarkt zeigt erste Anzeichen einer Entspannung. Dafür sprechen die zunehmenden Schiffsbewegungen in der Straße von Hormus sowie Berichte, nach denen sich Iran und Oman auf eine Öffnung der wichtigen Wasserstraße verständigt haben. Das sorgt für vorsichtigen Optimismus.

Nach den Preisrückgängen der vergangenen Tage warten die Marktteilnehmer jedoch auf konkrete Ergebnisse, bevor die Preise weiter deutlich nachgeben können. Zwar gibt es Fortschritte bei der Einrichtung eines Schifffahrtswegs, dennoch bleiben Rückschläge möglich. Die Unsicherheit ist weiterhin hoch.

Zusätzliche Hoffnung kommt durch Gespräche zwischen Iran und Oman. Einige Marktbeobachter sehen darin ein mögliches Zeichen für weitere Vereinbarungen mit den USA. Gleichzeitig bleibt die Stimmung abwartend, da frühere Anläufe für Waffenruhen mehrfach gescheitert sind.

Bereits jetzt scheinen wieder mehr Öltanker die Straße von Hormus passieren zu können als in den vergangenen Monaten. Sollte sich dieser Trend bestätigen, könnte sich die Versorgungslage verbessern und die Preise entlasten. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen aus den USA, dass die Vorräte an Benzin und Heizölprodukten erneut gesunken sind.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgen Berichte aus Russland. Demnach könnte sich der Krieg gegen die Ukraine weiter verschärfen. Dadurch bleiben die Schwankungen am Markt hoch, wobei die weitere Entwicklung in Russland und die Situation in der Straße von Hormus besonders im Fokus stehen.

Insgesamt wird die Marktlage derzeit als ausgeglichen eingeschätzt. Der Optimismus rund um die mögliche Öffnung der Straße von Hormus trifft auf die Sorge über die Entwicklungen in Russland. Nach dem Anstieg am Vorabend zeichnen sich für den deutschen Markt heute wieder spürbare Preissteigerungen gegenüber dem Vortag ab.

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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