Heizöl-News 02.09.26: Markt in Alarmbereitschaft: Sorgen um die Ölversorgung wachsen

Nora Feldkamp am 02.09.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 02.09.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 02.09.26 bei 160,52 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 02.09.26 bei 1,6052 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 95,33 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1445,00 US-Dollar
  • WTI: 90,56 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1570 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ US-Ölbestandsdaten stützen den Markt

▲ Neue Spannungen zwischen den USA und Iran

▲ Russland bereitet weitere Ausweitung des Ukraine-Krieges vor

▲ USA verschärfen ihre Sanktionen gegen Iran

▲ Russland hält an Ausfuhrbeschränkungen für Benzin und Diesel fest

▲ Huthi-Miliz setzt Angriffe auf Saudi-Arabien fort und beeinträchtigt den Schiffsverkehr

▲ Ukrainische Angriffe belasten russische Ölanlagen

 

Neutrale Faktoren

= OPEC+ erhöht die Fördermenge im September um weitere 188.000 Barrel pro Tag

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Goldman Sachs: Ölexporte aus der Golf-Region deutlich erholt

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Nahost-Konflikt treibt Heizölpreise weiter nach oben

Die Lage im Nahen Osten hat sich erneut verschärft und sorgt für steigende Ölpreise. Nach weiteren Angriffen der USA auf Ziele im Iran drohte Präsident Trump mit zusätzlichen militärischen Maßnahmen. Iran reagierte darauf mit Angriffen auf Jordanien, Bahrain und Kuwait, wo US-Streitkräfte stationiert sind.

Im Mittelpunkt der Sorgen steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öltransport. Zwar fließt derzeit weiterhin Öl durch die Meerenge, die zunehmenden Spannungen erhöhen jedoch das Risiko von Störungen. Marktbeobachter befürchten, dass sich die Situation weiter zuspitzen und die Versorgung beeinträchtigen könnte.

Zusätzliche Unsicherheit entstand durch Angriffe auf Tanker in den vergangenen Tagen. Die Vorfälle erschwerten den Transport von Rohöl und führten dazu, dass Händler nach anderen Lieferquellen suchen mussten. Gleichzeitig geht die Sorge um, dass wichtige Anlagen für die Ölversorgung Ziel weiterer Angriffe werden könnten.

Auch die allgemeine Versorgungslage bleibt angespannt. Neben den Risiken im Nahen Osten spielen die anhaltenden Einschränkungen bei den russischen Ausfuhren von Benzin und Diesel eine wichtige Rolle. Dadurch bleibt das Angebot an Ölprodukten knapp.

Mit Spannung werden heute zudem neue Bestandsdaten aus den USA erwartet. Besonders die Vorräte an Heiz- und Kraftstoffen sind zuletzt deutlich gesunken und befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau, während die Nachfrage vor der Wintersaison voraussichtlich steigen wird.

Entlastung kommt dagegen aus dem Golf von Mexiko: Der Tropensturm Edouard hat dort keine Schäden an Förderanlagen verursacht. Dennoch überwiegen aktuell die Sorgen um die Versorgung, weshalb die Heizölpreise im Inland im Vergleich zu Dienstagmorgen deutlich gestiegen sind.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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