Heizöl-News: Leichte Preisrückgänge trotz angespannter Lage

Anna Müller am 21.05.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 21.05.26 bei 135,47 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 21.05.26 bei 1,3547 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 106,07 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1160,25 US-Dollar
  • WTI: 99,39 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1605 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ US-Ölbestandsveränderungen DOE

▲ API meldet rückläufige US-Ölbestände

▲ Ukrainische Drohnen treffen russische Energieinfrastruktur

▲ Kasachische Lieferungen via Druschba zeitweise beeinträchtigt

▲ Verkehr durch die Straße von Hormus weiterhin stark eingeschränkt

 

Neutral (=)

= OPEC+ hebt Fördermenge für Juni moderat um 188.000 B/T an

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Markt setzt auffällig stark auf fallende Brent-Preise

▼ Geplanter US-Militärschlag gegen Iran zunächst zurückgestellt

▼ Washington verlängert Ausnahmen für russische Ölexporte

▼ Passage durch die Straße von Hormus entspannt sich wieder etwas

 

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Hoffnung auf Entspannung trifft auf knappe Vorräte

Widersprüchliche Nachrichten zu den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran haben den Ölmarkt in dieser Woche geprägt. Die Preise liegen weiterhin deutlich höher als noch zu Beginn des Krieges Ende Februar – mehr als 40 % darüber. Viele Händler setzen dennoch auf eine mögliche Entspannung, etwa durch eine Einigung, bei der die wichtige Route durch die Straße von Hormus wieder geöffnet wird.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, dass sich die Gespräche mit dem Iran in der „Endphase“ befinden. Ob es zu einer Einigung kommt, sei jedoch offen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass im Falle eines Scheiterns auch härtere Schritte möglich wären. Diese Aussagen sorgen weiterhin für Unsicherheit am Markt.

Der Ölmarkt reagiert sehr sensibel auf jede neue Nachricht zu diesem Thema. Viele setzen darauf, dass die Gespräche Fortschritte machen, auch wenn ähnliche Hoffnungen in der Vergangenheit oft enttäuscht wurden. Für die kommende Zeit wird ein weiterhin hohes Preisniveau erwartet.

Selbst wenn es zu einer Einigung kommt und die Preise dadurch sinken könnten, bleibt die Lage angespannt. Der Transport von Öl aus dem Persischen Golf dauert bis zu 55 Tage. In dieser Zeit werden die vorhandenen Vorräte weiter verbraucht. Das führt zu Sorgen, dass die Bestände weltweit knapp werden.

Durch die Ausfälle von Lieferungen aus dem Nahen Osten mussten viele Länder bereits auf ihre Reserven zurückgreifen. Dadurch sinken die Vorräte weiter. Es wird befürchtet, dass sie in den kommenden Wochen auf besonders niedrige Werte fallen.

Auch die weiter blockierte Straße von Hormus trägt dazu bei, dass sich die Lage zuspitzt. Insgesamt bleibt das Angebot knapp, was die Preise eher stützt. Sollte es jedoch tatsächlich zu einer Einigung kommen, könnte sich die Situation schnell entspannen und die Preise wieder nachgeben.

 

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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