Heizöl-News 03.11.26: Iran-Konflikt bleibt bestimmender Faktor für die Ölpreise

Nora Feldkamp am 03.11.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 03.11.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 03.11.26 bei 176,79 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 03.11.26 bei 1,7679 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 106,61 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1420,25 US-Dollar
  • WTI: 98,10 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1201 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ US-Angriffe auf Ziele auf der iranischen Insel Qeshm

▲ Ukraine-Krieg: Angriffe auf russische Ölanlagen

▲ Weiterhin erhöhte Risiken im Nahen Osten

▲ Frachtraten auf Rekordniveau

 

Neutrale Faktoren

= Fed und EZB lassen Leitzinsen unverändert

= OPEC7+ halten am bisherigen Produktionskurs fest

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish) 

▼ Russland könnte Diesel-Exporte im November deutlich erhöhen

▼ Trump gibt Gesprächen mit dem Iran weiterhin Zeit

▼ Trump setzt geplante Zölle gegen Russland vorerst aus

▼ G7-Staaten geben 100 Mio. Barrel aus strategischen Reserven frei

Jetzt Heizöl bestellen

Ölpreise reagieren auf neue Entwicklungen im Iran

Die Ölpreise waren am Montag deutlich gefallen. US-Rohöl verbilligte sich zum Handelsschluss um fast 8 Dollar gegenüber Freitag, Nordseeöl sogar um knapp 10 Dollar je Fass. Grund dafür waren zunächst Signale aus den USA, die die Sorge vor einem unmittelbar bevorstehenden größeren Militäreinsatz gegen den Iran etwas verringerten.

Zusätzliche Hoffnung auf eine Entspannung brachte die Nachricht, dass Irans oberster geistlicher Führer den iranischen Vertretern mehr Spielraum für Gespräche mit den USA eingeräumt haben soll. Ob und wann daraus eine Einigung entstehen kann, bleibt jedoch offen. Auch die mehrtägigen Gespräche mit Vermittlern in Katar brachten bislang keinen Durchbruch, sollen aber fortgesetzt werden.

Heute Morgen änderte sich die Lage erneut. Berichte über US-Angriffe auf Ziele auf der iranischen Insel Qeshm ließen die Ölpreise wieder leicht steigen. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist nun, ob sich die Kämpfe ausweiten und dadurch die Öllieferungen aus den Golfstaaten erneut stärker gefährdet werden. Neben der Lage im Iran richten sich die Blicke heute auf die Zwischenwahlen in den USA. Ihr Ausgang könnte Einfluss auf wichtige politische Entscheidungen und die weitere Haltung der USA gegenüber dem Iran haben. Die neuen Schätzungen zu den US-Ölvorräten dürften deshalb zunächst weniger Aufmerksamkeit erhalten. Die genaueren Zahlen des US-Energieministeriums folgen am Mittwoch.

Für Heizölkunden bleibt die Entwicklung damit wechselhaft. Zwar sind die Ölpreise heute Morgen wieder leicht gestiegen, liegen aber weiterhin deutlich unter den Höchstständen des Vortages. Für die Heizölpreise in Deutschland besteht im Vergleich zu gestern daher derzeit noch Spielraum nach unten.

Wir empfehlen Ihnen die Heizölpreise aufmerksam zu beobachten, sich einen Preisalarm einzustellen und bei einem für Sie passenden Zeitpunkt zu bestellen, bevor die Nächte Minustemperaturen erreichen.

Jetzt Heizöl bestellen

Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

Heizölkauf bei TotalEnergies - unkompliziert und schnell

Heizöl ist ein kostspieliger Posten, vor allem wenn Sie eine große Menge bestellen. Mit unserem heiz&SPAR+ Wärmekonto können Sie Ihre Heizölrechnung in monatlichen Raten begleichen, ohne sich an einen Heizöl-Ratenkauf zu binden. So bleiben Sie finanziell flexibel.

Heizöl, Kraftstoffe & Additive – Alles aus einer Hand bei TotalEnergies

Die Heizölpreise in Deutschland können sich je nach Bundesland erheblich unterscheiden. Damit Sie stets den Überblick behalten, bietet Ihnen TotalEnergies eine Übersicht über die tagesaktuellen Heizölpreise für jede Region – ganz egal, ob Sie in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrein-Westfalen, Hessen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder im Saarland wohnen.

Nutzen Sie den Heizöl-Rechner im TotalEnergies Multi-Energie Shop, um sich Ihren individuellen Heizölpreis berechnen zu lassen.

Darüber hinaus finden Sie im Multi-Energie Shop auch Informationen zu den angebotenen Heizölsorten sowie zur aktuellen Heizölpreisentwicklung.

Entdecken Sie außerdem unser Angebot an Kraftstoffen wie Diesel und HVO100, sowie den schadstoffreduzierenden Additiven AdBlue® und ClearNox®.

Weitere News der letzten Tage