Heizöl-News: Ölpreise schwanken weiter – Hoffnung auf Gespräche bringt etwas Entlastung

Anna Müller am 14.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 14.04.26 bei 149,59  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 14.04.26 bei 1,4959 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 98,34 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1180,00 US-Dollar
  • WTI: 96,18 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1781 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ USA planen nun selbst Blockade der Straße von Hormus

▲ OPEC und EIA Monatsbericht kurzfristig bullish

▲ Iran bombardiert saudische Pipeline

▲ Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼  Neue Hoffnung für USA/Iran-Verhandlungen

▼ Iran und USA einigen sich auf Waffenruhe

▼ OPEC+ beschließt Förderanhebung um 206.000 B/T für Mai

 

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Ölpreise bleiben nervös, Hoffnung auf Gespräche dämpft Anstieg

Die Preise für Rohöl schwanken weiter stark. Jede neue Meldung aus dem Nahen Osten kann die Kurse spürbar bewegen. Zuletzt sorgte die Hoffnung auf eine Fortsetzung von Gesprächen für etwas Entspannung. Schon gestern Abend fielen die Preise, sodass die Sorten Brent und WTI wieder unter 100 Dollar rutschten.

Am Markt setzt man darauf, dass es doch noch eine Lösung für die Straße von Hormus geben könnte. Ziel wäre eine sichere Durchfahrt für Schiffe, damit sich der Rückstau beim Öl­aus­fuhr, der seit Anfang März besteht, auflöst. Sowohl die USA als auch der Iran haben signalisiert, für weitere Gespräche bereit zu sein.

Auch wenn die Gespräche am Wochenende in Pakistan ohne Ergebnis blieben, half die Aussicht auf ein mögliches Abkommen dabei, den Preisdruck zu mindern. Weitere Gespräche könnten starke Ausschläge bei den Preisen bremsen. Dennoch bleibt die Lage angespannt. Denn solange der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt ist, muss weiterhin mit hohen Preisen gerechnet werden.

Parallel dazu hat die US-Regierung begonnen, Schiffe zu stoppen, die iranische Häfen im Persischen Golf ansteuern oder verlassen. Diese Maßnahmen werden nun auch auf den Golf von Oman und das Arabische Meer ausgeweitet. Erste Daten zeigen, dass Tanker umgekehrt sind und der Schiffsverkehr durch die Meerenge erneut abgenommen hat, nachdem es kurzzeitig nach einer Erholung aussah.

Der wirtschaftliche Druck auf den Iran dürfte dadurch steigen. Gleichzeitig belastet eine solche Blockade aber auch andere Länder, da sie die Energiepreise weiter antreibt und der Weltwirtschaft schadet.

Insgesamt bleibt die Versorgungslage angespannt, auch wenn die Aussicht auf neue Gespräche das Risiko etwas verringert. Die Straße von Hormus ist faktisch weiter blockiert. Für Heizölkunden gibt es aber kurzfristig eine kleine Entlastung: Durch den jüngsten Rückgang an den Ölbörsen sind die Preise im Inland im Vergleich zu Montagvormittag zunächst spürbar gesunken.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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