Heizöl-News 05.11.26: Ölpreise zwischen US-Zwischenwahlen und Iran-Konflikt

Sophie Schneider am 05.11.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 05.11.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 05.11.26 bei 170,22 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 05.11.26 bei 1,7022 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 95,01 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1322,50 US-Dollar
  • WTI: 87,94 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1239 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ DOE meldet aktuelle Bestandsdaten

▲ Weitere Angriffe der Ukraine auf russische Ölinfrastruktur

▲ Anhaltend erhöhte Risiken im Nahen Osten

▲ Frachtraten erreichen neue Rekordstände

 

Neutrale Faktoren

= Demokraten gewinnen die Mehrheit im US-Kongress

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish) 

▼ Wahlausgang erhöht den Druck auf Trump im Iran-Krieg

▼ USA stellen Heizölmengen aus ihren Reserven bereit

▼ JP Morgan sieht erneut einen Angebotsüberschuss am Ölmarkt

▼ Trump verschiebt die vorgesehenen Zölle gegen Russland zunächst

▼ G7-Staaten stellen 100 Mio. Barrel aus strategischen Reserven zur Verfügung

 

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US-Wahlergebnis und Iran-Konflikt bewegen die Ölpreise

Die Ölpreise sind am Donnerstag den vierten Tag in Folge gesunken. Nach dem Verlust der republikanischen Mehrheit im US-Kongress wächst am Markt die Erwartung, dass das Risiko einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg sinkt. Die Demokraten kontrollieren nun beide Kammern und können den militärischen Handlungsspielraum von US-Präsident Donald Trump stärker begrenzen. Trump hatte bereits angekündigt, vorerst keine weiteren Angriffe auf den Iran zu planen. Ob es zu einer Einigung kommt, hängt jedoch auch davon ab, wie Teheran das Wahlergebnis bewertet.

Zusätzlich belasten steigende Rohöllieferungen aus dem Persischen Golf die Preise. Nach Schätzungen von JPMorgan lag das weltweite Angebot im September um 1,1 Millionen Barrel pro Tag über der Nachfrage. Im Oktober stieg dieser Überschuss auf 1,4 Millionen Barrel pro Tag.

Bei Benzin und Diesel bleibt die Lage dagegen angespannt. Lieferstörungen im Nahen Osten und zunehmende ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien haben die Preise steigen lassen.

Auch in Norwegen gibt es Produktionsausfälle. Nach einem Brand auf der Visund-Plattform von Equinor wurde die Öl- und Gasförderung gestoppt. Zudem gibt es Ausfälle bei Åsgard, Oseberg und Troll. Die europäischen Gaspreise gingen am Mittwoch dennoch deutlich zurück.

Für die Heizölpreise in Deutschland zeichnen sich heute klare Preisnachlässe gegenüber Mittwochmorgen ab.

Wir empfehlen Ihnen die Heizölpreise aufmerksam zu beobachten, sich einen Preisalarm einzustellen und bei einem für Sie passenden Zeitpunkt zu bestellen, bevor die Nächte Minustemperaturen erreichen.

 

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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