Heizöl-News 19.10.26: Ölpreise sinken – Entspannung durch ausgesetzte Russland-Zölle

Sophie Schneider am 19.10.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 19.10.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 19.10.26 bei 178,95 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 19.10.26 bei 1,7895 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 107,21 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1415,00 US-Dollar
  • WTI: 96,83 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1224 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ Neue Huthi-Angriffe erhöhen die Risiken für wichtige Öltransportrouten

▲ Aktuelle US-Ölbestandsdaten geben den Preisen Unterstützung

▲ Immer mehr Öltanker meiden erneut den Persischen Golf

▲ Iran weitet Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus aus

▲ Aktueller Monatsbericht der EIA beeinflusst die Marktlage

▲ Weitere ukrainische Angriffe treffen russische Ölanlagen

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Trump verschiebt die geplanten Zölle und Sanktionen gegen Russland

▼ Monatsberichte von OPEC und IEA wirken auf die Preisentwicklung

▼ Russland lockert nach der Vereinbarung mit Washington das Diesel-Exportverbot

▼ Trump schließt eine Militäroperation gegen Iran vor den US-Zwischenwahlen aus

▼ G7-Staaten stellen 100 Mio. Barrel aus strategischen Ölreserven bereit

 

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Russland-Zölle ausgesetzt: Ölpreise geben zum Wochenstart nach

Die Ölpreise starten nach den deutlichen Anstiegen vom Freitag wieder schwächer in die neue Woche. US-Präsident Donald Trump hat die Anwendung der im sogenannten Graham Act vorgesehenen Sanktionen und Zölle gegen Russland vorerst ausgesetzt. Geplant waren unter anderem Zölle von 100 Prozent auf Waren aus den fünf größten Abnehmerländern russischen Rohöls sowie Zölle von 500 Prozent auf russische Energieprodukte. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die Maßnahmen mindestens 60 Tage aufgeschoben werden sollen.

Gleichzeitig vereinbarte Trump mit Russland zusätzliche Diesellieferungen. Zunächst sollen rund 2,3 Millionen Barrel geliefert werden, später etwa 7,6 Millionen Barrel pro Monat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte dieses Vorgehen deutlich.

Für Unsicherheit sorgen weiterhin die Konflikte im Nahen Osten. Angriffe der Huthi auf Schiffe sowie Raketen- und Drohnenangriffe beeinträchtigen die Öltransporte. Die Rohölexporte aus der Golfregion gingen zeitweise von mehr als 20 Millionen auf rund 8,5 Millionen Barrel pro Tag zurück. Nach Angaben von US-Energieminister Chris Wright haben sie sich inzwischen wieder auf etwa 80 Prozent des früheren Niveaus erholt. Die Verschiffung von Raffinerieprodukten bleibt jedoch eingeschränkt.

Brent-Rohöl erreichte am Freitag erstmals seit Mai 110 Dollar je Barrel, gab am Montagmorgen aber einen großen Teil dieses Anstiegs wieder ab. Auch die Inlandspreise sinken heute zunächst, liegen jedoch weiterhin leicht über dem Niveau von Freitagmorgen.

Da die Preise seit vielen Monaten sehr volatil sind und es auch keine wirklichen Preisprognosen gibt, empfehlen wir Ihnen die Preise aufmerksam zu beobachten, einen Preisalarm einzustellen und nicht zu lange zu warten, bis die kälteren Tage vor der Tür stehen und die Ölpreise noch weiter steigen.
 

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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