Heizöl-News 23.10.26: Angriffe im Nahen Osten, Pipeline-Sabotage in Libyen

Maximilian Becker am 23.10.2026

Was kostet Heizöl heute?

Wie hoch ist der Heizölpreis am 23.10.26?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 23.10.26 bei 184,69 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 23.10.26 bei 1,8469 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 114,17 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1486,25 US-Dollar
  • WTI: 100,77 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1212 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende (bullish)

▲ verringerte Öl-Exporte aus Libyen - Sabotage an wichtiger Ölpipeline 

▲ schwimmende Ölreserve des Iran stark gesunken 

▲ Angriffe der Huthi auf Saudi Aramco Hauptsitz 

▲ Flughafen und Ölfelder in Saudi Arabien angegriffen

▲ Frachtraten auf sehr hohem Niveau
 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren (bearish)

▼ Menge der physischen Öllieferungen aus Straße von Hormus fast auf Vorkriegsniveau 

▼ mögliche Bereitschaft für Gespräche zwischen Russland, Ukraine und den USA

 

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Sorge vor Eskalation zwischen den USA und dem Iran

Die Ölpreise verzeichneten heute morgen wieder einen Preissprung nach oben. Die Nordsee-Rohölsorte Brent stieg auf ein neues 6-Monatshoch und hat damit den hohen Preis vom 4. Mai übertroffen. Auch die amerikanische Rohölsorte WTI hat heute morgen die 100 Dollarmarke überschritten. Die geopolitische Lage im Nahen Osten bzw. Mittleren Osten ist aktuell sehr angespannt. 

Die iranische Revolutionsgarde hat gestern nach eigenen Angaben sieben Schiffe attakiert bzw. durch Seeminen beschödigt und die Huthi haben Angriffe in Saudi Arabien, auf Ölfelder, einen Flughaben und das Firmengebäude des Ölkonzerns Saudi Aramco durchgeführt. Die USA evakuieren nicht notwendiges Personal und Familienangehörige aus Saudi Arabien und Saudi Aramco hat die Firmenzentrale evakuiert. Wie sich die Situation vor Ort weiter entwickelt bzw. ob die USA nach den Zwischenwahlen wieder militärische Aktivitäten durchführen werden, bleibt abzuwarten. 

Parallel dazu gibt es auch in Libyen erneute Spannungen. Es wurde wieder an einer wichtigen Ölpipeline an einer Übergabestation durch Unbefugte ein Ventil geschlossen. Dieses Leitung verbindet Fördergebiete mit de Exporthafen Zawiya. Auch wenn die Mengen, die täglich gefördert einen nicht so großen Anteil am Weltmarkt ausmachen, sorgt diese Situation in der aktuellen geopolitischen Lage für zusätzliche Spannungen, die sich auf steigende Ölpreise auswirkt.

Analysten stellen fest, dass sie für Ihre Ölpreis-Prognosen die Veränderung der Frachtraten zu wenig berücksichtig haben. Durch die kompliziertenen und umständlicheren Transportwege, sind die Frachten stark gestiegen. Das wirkt sich natürlich auch auf den Ölpreis aus. 

Es soll einen kleinen Vorstoß bei den Verhandlungen zu Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine mit den USA geben. Ob es jedoch wirklich zu Friedensverhandlungsgesprächen im November kommt, bleibt offen.

Die Rohölpreise sind heute morgen wieder gestiegen und eine Entspannung ist nicht in Sicht - es bleibt die Frage nach einer möglichen Eskalation. Deshab sind Preisprognosen kaum zu treffen und wir empfehlen Ihnen die Preise aufmerksam zu beobachten, einen Preisalarm einzustellen. Finden Sie den für Sie passenden Bestellzeitpunkt - der Herbst steht vor der Tür und die Temperaturen werden kälter.
 

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Für die Erstellung unserer Heizöl-News nutzen wir digitale Recherche-, Analyse- und KI-gestützte Textwerkzeuge. Alle veröffentlichten Inhalte werden vor der Freigabe redaktionell geprüft.

Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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