Heizöl-News: Winterwetter bringt Bewegung in die Energiemärkte

Anna Müller am 27.01.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 27.01.26 bei 98,19 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 26.01.26 bei 0,9819 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 65,19 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 673,50 US-Dollar
  • WTI: 60,34 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1859 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Kältewelle in den USA führt zu Ausfällen bei Raffinerien und in der Erdgasversorgung

▲ Europas Gasreserven schrumpfen

▲ Gedrosselte Förderung im Ölfeld Tengiz hält das Angebot begrenzt

▲ Neue Iran-Drohungen lassen Risikoprämie wieder steigen

▲ Anhebung der weltweiten Wachstumsprognosen für 2026 durch den IWF stützt die Nachfrageerwartungen

 

Neutral
= OPEC‑Monatsbericht ohne neue Impulse für den Markt

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Wiederaufnahme des Betriebs am kasachischen CPC-Terminal entspannt die Lieferlage

▼ Monatsbericht der IEA wirkt insgesamt preisbremsend

▼ Monatsbericht der EIA sendet keine unterstützenden Signale

▼ Venezuelas Ölexporte und -produktion wieder online

▼ Erwartete Überversorgung des Ölmarktes im Jahr 2026 belastet den Ausblick

 

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Kälte und geopolitische Spannungen stützen Ölpreise

Durch die aktuelle Kältewelle in Teilen Europas sind die Erdgaspreise zunächst stark gestiegen, bevor sie später wieder nachgaben. Auch Gasoil zog wegen der höheren Gaspreise zunächst an, stieß aber auf eine Grenze und rutschte danach ebenfalls etwas ab.


Auch die Rohölpreise bekamen zum Wochenstart Rückenwind. Ursache war ein Wintereinbruch in den USA, der laut einem Beratungsunternehmen am Samstag zu einem Ausfall von etwa 2 Millionen Barrel pro Tag geführt hat – rund 15 % der gesamten US-Förderung. Ob sich die Mengen schnell erholen, hängt vom weiteren Wetter ab. Die Temperaturen bleiben nach Einschätzung der Wetterdienste niedrig, und weitere Schneestürme sind möglich. Zusätzlich kann das Personal wegen der winterlichen Straßen nicht überall zu den Anlagen gelangen, was Produktion und Verarbeitung weiter belasten könnte.


Im Laufe der Woche richtet sich der Markt wieder auf die OPEC+. Acht Länder der Gruppe haben seit Anfang 2024 freiwillig weniger gefördert und wollen am 1. Februar beraten, wie es im März weitergeht. Eigentlich sollte die zusätzliche Kürzung bis Ende des ersten Quartals 2026 ausgesetzt bleiben. Die Gruppe hatte aber schon früher erklärt, dass sie ihre Pläne je nach Marktlage anpassen könnte. Einige Mitglieder sehen dafür momentan keinen Anlass.


Die Märkte beobachten zudem die Lage zwischen den USA und Iran sowie die Friedensgespräche rund um die Ukraine. Die Beratungen am vergangenen Wochenende führten noch zu keiner Einigung; weitere Gespräche sind angekündigt.


Auch die Frage, wie schnell das große Ölfeld Tengiz in Kasachstan wieder vollständig produziert, bleibt wichtig. In der Nacht steht zudem der Bericht zu den US-Ölvorräten eines Branchenverbands an. Die offiziellen Lagerdaten folgen am Mittwoch um 16:30 Uhr.


Die Ölpreise an den Börsen sind zunächst unter die Tiefs von gestern gefallen, nachdem die Gaspreise gestern zurückgingen und die Nachrichten aus Kasachstan die Rohölpreise belasteten. Für den Inlandsmarkt deuten sich heute ebenfalls erste Preisrückgänge an.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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