Heizöl-News: Venezuela, Grönland und Ukraine – Ölmarkt bleibt angespannt

Nora Feldkamp am 06.01.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 06.01.26 bei 95,36 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 06.01.26 bei 0,9536 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 61,38 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 620,50 US-Dollar
  • WTI: 57,90 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1735 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Venezuela legt weitere Ölquellen still

▲ Blockade und Sanktionen gegen Venezuela bleiben trotz Machtwechsel

▲ Trump droht dem Iran mit Militärschlag

▲ USA verschärfen erneut die Sanktionen gegen Iran

 

Neutrale Faktoren (=)

  •  OPEC+ bestätigt Pause bei Produktionssteigerungen im 1. Quartal 2026

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Saudi-Arabien senkt Ölpreise für Februarlieferungen

▼ Umfrage: Analysten korrigieren Preisprognosen für 2026 nach unten

▼ Trump droht Indien mit weiteren Zollsteigerungen

▼ Überversorgung in 2026 erwartet

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Venezuela, Grönland und Ukraine – Ölmarkt bleibt angespannt

Die weltweiten Ölpreise zeigen sich weiterhin schwach, da kurzfristig keine Entspannung durch zusätzliche Lieferungen aus Venezuela zu erwarten ist. Die US-Blockade gegen venezolanische Ölexporte bleibt bestehen, und größere Produktionssteigerungen gelten als unwahrscheinlich, da sie hohe Investitionen erfordern würden. Experten sehen mittelfristig lediglich ein zusätzliches Potenzial von rund 0,5 Millionen Barrel pro Tag, was das bestehende Überangebot weiter verstärken könnte.

An den Ölbörsen herrscht derzeit große Unsicherheit. Hintergrund sind neue geopolitische Spannungen, nachdem die USA unter Trump erneut Kuba, Kolumbien und sogar Grönland in den Fokus ihrer Machtansprüche gerückt haben. Dies führt zu einer zusätzlichen Risikoprämie, da weitere Konfliktherde nicht ausgeschlossen werden. Auch eine mögliche Eskalation des Ukrainekriegs wird als Risiko genannt, sollte die Partnerschaft zwischen EU und USA Risse bekommen.

Langfristig könnte ein Politikwechsel in Venezuela das Ölangebot erhöhen und den Markt weiter unter Druck setzen. Analysten erwarten, dass die OPEC+ unter Führung Saudi-Arabiens bei steigenden Lagerbeständen mit Produktionskürzungen reagieren wird, um den Brent-Preis bei 55–60 Dollar pro Barrel zu stabilisieren. Dies könnte eine positive Überraschung für die Preise bedeuten.

Der physische Markt bleibt überversorgt, und dieser Zustand dürfte sich fortsetzen. Nur geopolitische Risiken wirken dem entgegen. Insgesamt wird die Marktlage heute als leicht schwach eingeschätzt, auch wenn sich bei den Inlandspreisen rechnerisch leichte Aufwärtspotenziale gegenüber dem Vortag zeigen.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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