Heizöl-News: Überangebot drückt den Markt

Sophie Schneider am 07.01.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 07.01.26 bei 93,95 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 07.01.26 bei 0,9395 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 60,18 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 600,50 US-Dollar
  • WTI: 56,46 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1675 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Venezuela stoppt zusätzliche Ölquellen

▲ Krise in Venezuela verschärft sich, Blockade und Sanktionen bleiben bestehen

▲ API-Lagerdaten zeigen gemischtes Bild

 

Neutrale Faktoren (=)

  •  OPEC+ hält Produktionssteigerungen im 1. Quartal 2026 an

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Trump kündigt Lieferung von 50 Mio. Barrel venezolanischem Öl an die USA an

▼ USA streben Kontrolle über Venezuelas Ölindustrie an

▼ Saudi-Arabien senkt Preise für Februarlieferungen

▼ Überversorgung in 2026 erwartet

▼ Analysten korrigieren Ölpreisprognosen für 2026 nach unten

▼ Trump droht Indien mit höheren Importzöllen

▼ Überversorgung am Ölmarkt für 2026 erwartet

 

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Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt. Nach den jüngsten Entwicklungen in Venezuela zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die USA nicht auf eine dauerhafte Blockade der venezolanischen Ölproduktion setzen. Stattdessen deutet alles darauf hin, dass Washington das Angebot erhöhen möchte. Ein Post von Donald Trump, in dem er von bis zu 50 Millionen Barrel Öl aus Caracas spricht, verstärkt die Sorge vor einer Überversorgung.

Schon im vergangenen Jahr hatten die Ölpreise wegen steigender Förderung und schwacher Nachfrage rund 20 % verloren – der stärkste Rückgang seit 2020. Experten sehen auch jetzt weiteres Abwärtspotenzial. Die US-Maßnahmen verringern das Risiko von Engpässen und drücken zusätzlich auf die Preise.

Hinzu kommt: Fortschritte im Ukraine-Friedensprozess könnten langfristig zu einer Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl führen. Das würde den ohnehin überversorgten Markt weiter belasten, auch wenn ein schneller Wegfall des Embargos unwahrscheinlich ist.

Kurzfristig könnten die US-Lagerdaten heute Nachmittag für Bewegung sorgen.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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