Heizöl-News: Schwankungen am Ölmarkt setzen sich fort

Sophie Schneider am 20.01.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 20.01.26 bei 98,21 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 20.01.26 bei 0,9821 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 63,55 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 650,75 US-Dollar
  • WTI: 58,78 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1706 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ IWF korrigiert globale Wachstumsprognosen für 2026 nach oben

▲ Kasachstan: Produktion an Tengiz-Ölfeld vorübergehend ausgesetzt

▲ Rohöldurchsatz der chinesischen Raffinerien 2025 auf Rekordniveau

 

Neutrale Faktoren (=)

  • USA/Iran: Keine Bomben, aber neue Sanktionen
  • OPEC veröffentlicht aktuellen Monatsbericht

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Trump droht EU mit neuen Strafzöllen

▼ EIA legt Monatsbericht vor

▼ Trump beruhigt Lage im Iran, Risikoprämie sinkt

▼ Venezuelas Ölexporte und Produktion wieder stabil

▼ Überversorgung am Ölmarkt für 2026 erwartet

 

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Am Montag hatten neue Drohungen des US‑Präsidenten zu Zöllen rund um Grönland sowie mögliche Gegenmaßnahmen aus der EU die Ölpreise zunächst gedrückt. Später holten sie einen Teil der Verluste wieder auf. Da in den USA gestern ein Feiertag war, könnten die Preise heute erneut schwanken, auch weil bei einer wichtigen Ölsorte heute Abend ein Wechsel im Monatskontrakt ansteht.

Der Internationale Währungsfonds erwartet für dieses Jahr inzwischen ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft. Das würde auch die Nachfrage nach Öl erhöhen. Besonders für die USA und China wurden die Aussichten leicht angehoben.

Kurzfristig helfen zudem Meldungen über eine vorübergehende Produktionspause auf einem großen Ölfeld in Kasachstan. Das Risiko eines Militärschlags der USA gegen den Iran, das in der vergangenen Woche noch Sorgen machte, gilt hingegen inzwischen als geringer.

Die US‑Energiebehörde geht in ihrem aktuellen Bericht von einem deutlichen Überschuss am Ölmarkt im Jahr 2026 aus, höher als noch im Dezember angenommen. Ob die Internationale Energieagentur das morgen genauso sieht, bleibt abzuwarten. Die OPEC hält dagegen an ihrer Einschätzung fest, dass der Markt in diesem Jahr recht ausgeglichen bleiben könnte.

Im Laufe der Woche richtet sich der Blick der Märkte zusätzlich auf das Weltwirtschaftsforum in Davos, wo neue Aussagen des US‑Präsidenten für Bewegung sorgen könnten. Die US‑Öllagerdaten erscheinen wegen des Feiertags später als sonst.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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