Heizöl-News: Risiken im Nahen Osten bestimmen den Markt

Nora Feldkamp am 29.01.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 29.01.26 bei 100,31 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 29.01.26 bei 1,0031 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 69,27 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 699,25 US-Dollar
  • WTI: 64,11 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1975 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Neue Drohungen gegen Iran treiben die Risikoprämie nach oben

▲ US‑Kältewelle: Analysten melden zeitweise Ausfälle von bis zu 2 Mio. Barrel pro Tag

▲ US-Kältewelle: Ausfälle an Raffinerien und in der Erdgasversorgung

▲ Tengiz‑Ölfeld in Kasachstan startet nur langsam wieder durch

 

Neutral

= US-Ölbestandsdaten

= OPEC Monatsbericht neutral

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Monatsberichte von EIA und IEA

▼ Für 2026 wird ein zu großes Angebot erwartet

 

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Risiken im Nahen Osten bestimmen den Markt

Die Ölpreise steigen nun schon zum dritten Mal stark an. Grund dafür ist eine neue Drohung des US‑Präsidenten an den Iran: Wenn Teheran kein neues Abkommen eingeht, drohe ein Angriff. Das sorgt weltweit für Unruhe, weil ein großer Teil des Öls aus dem Nahen Osten kommt. Fiele dort etwas aus, könnten die Lieferungen knapp werden.

Ein Angriff würde nicht nur die Menge aus dem Iran betreffen, sondern auch andere Länder in der Region. Außerdem könnte eine wichtige Meerenge blockiert werden, durch die viele Tankschiffe fahren. Dadurch würden weniger Mengen ankommen und die Preise weiter steigen.

Experten schätzen, dass die politische Lage den Ölpreis bereits um mehrere Dollar erhöht hat. Sollte sich der Streit weiter zuspitzen, könnte der Preis noch stärker anziehen. Manche Banken rechnen deshalb mit Preisen von rund 70 Dollar oder mehr.

Gleichzeitig hat die US‑Notenbank die Zinsen nicht verändert. Das zeigt, dass die Wirtschaft dort gut läuft. Der Dollar konnte sich etwas erholen, was den Ölpreis sonst eher bremsen würde. Doch aktuell überwiegen andere Faktoren.

Neben dem politischen Streit spielen auch das kalte Wetter in den USA und geringere Ölbestände eine Rolle. Beides stützt die Preise zusätzlich.

Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt klar aufwärtsgerichtet. Auch für Heizölkunden in Deutschland zeichnen sich heute erste Preisaufschläge ab.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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