Heizöl-News: Ölpreise unter Druck vor neuen Gesprächen

Anna Müller am 25.02.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 25.02.26 bei 103,36  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 25.02.26 bei 1,0336 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 70,99 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 733,50 US-Dollar
  • WTI: 65,91 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,0959 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ USA/Iran: Säbelrasseln geht weiter

▲ Trump stellt Iran Ultimatum von 15 Tagen

 

= Veröffentlichung des aktuellen OPEC‑Monatsberichts

= OPEC+ bestätigt Pause der Rückführung von Zusatzkürzungen für März

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ US-Ölbestandsdaten laut API

▼ Trump-Zölle in Höhe von 10 % treten in Kraft

▼ Neues EU-Sanktionspaket gescheitert

▼ USA/Iran: Atomgespräche sollen am Donnerstag weiter gehen

▼ Saudische Rohölexporte nach China sollen im März steigen

▼ Monatsberichte von EIA und IEA

▼ Für 2026 wird eine Überversorgung am Ölmarkt erwartet

 

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Spannung am Ölmarkt vor neuen Gesprächen und wichtigen Lagerdaten

Die Preise für Rohöl sind am Dienstag leicht gefallen, liegen aber weiter klar über den Tiefstständen der vergangenen Woche. Der Markt blickt gespannt auf die nächste Gesprächsrunde zwischen den USA und Iran, die morgen in Genf beginnen soll. Eine Einigung wird allerdings nicht erwartet. Viele Marktteilnehmer sind verunsichert, da die USA im Nahen Osten immer mehr Streitkräfte stationieren und der Iran große Militärübungen abhält.

Ein Bericht der Washington Post über zusätzliche US-Truppen hatte die Ölpreise gestern kurz gestützt, ebenso Berichte über eine groß angelegte Übung der Iranischen Revolutionsgarden im Süden des Landes und im Persischen Golf. In seiner Rede zur Lage der Nation machte US‑Präsident Trump jedoch keine neuen Aussagen zu seinem Vorgehen gegenüber dem Iran. Er betonte lediglich, dass der Iran keine Atombombe bauen dürfe.

Auch zu den Friedensgesprächen für die Ukraine äußerte sich Trump kaum. Das überrascht nicht, da er zu Beginn seiner Amtszeit versprochen hatte, den Krieg in kurzer Zeit zu beenden. Mittlerweile hat er beiden Seiten Zeit bis Juni gegeben, um ein Abkommen zu erreichen. Das russische Ölangebot bleibt durch westliche Sanktionen eingeschränkt. Großbritannien hat gestern weitere Sanktionen verhängt, während die EU-Länder sich nicht auf ein neues Paket einigen konnten.

Bevor die USA und Iran erneut verhandeln, stehen heute die offiziellen Lagerdaten des US‑Energieministeriums an. Ein Branchenbericht von gestern meldete deutlich gestiegene Rohölvorräte, während Benzin und Diesel abgenommen haben sollen. Sollten die offiziellen Zahlen die steigenden Rohölbestände bestätigen, könnte dies die Ölpreise weiter drücken. Die Trader beobachten zudem, wie sich der schwere Schneesturm im Nordosten der USA auf die Versorgung auswirkt, dazu kommen aber erst nächste Woche Daten.

Aktuell fallen die Ölpreise an den Börsen ICE und NYMEX und nähern sich den Tiefpunkten von gestern (bis auf den Benzinkontrakt in den USA).

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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