Heizöl-News: Ölpreise steigen deutlich nach neuer Eskalation im Nahen Osten

Sophie Schneider am 09.03.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 09.03.26 bei 140,86  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 09.03.26 bei 1,4086 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 107,84 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1309,50 US-Dollar
  • WTI: 103,33 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1521 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ China stoppt Treibstoffexporte

▲ IEA sieht derzeit keine Notwendigkeit zur Freigabe strategischer Reserven

▲ Mehrere Golfstaaten reduzieren ihre Ölförderung

▲ Katar stellt die LNG-Produktion ein

▲ Zahlreiche Angriffe auf Energieanlagen im Nahen Osten

▲ Straße von Hormus ist faktisch gesperrt

▲ Israel und die USA greifen den Iran an

 

Neutral

= US-Regierung verzichtet doch auf einen Eingriff in den Futures-Markt

= OPEC+ beschließt eine Fördererhöhung um 206.000 B/T ab April

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ USA gewähren Indien Ausnahmen bei den Russland-Sanktionen

▼ Trump kündigt an, US-Öltanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren

▼ US-Zölle in Höhe von 10 % treten in Kraft

▼ Saudi-Arabien plant steigende Rohölexporte nach China im März

 

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Ölpreise auf hohem Niveau – Heizöl mit leichtem Aufwärtsdruck

Die Ölpreise sind zum Wochenstart stark gestiegen. Nachdem der Brent-Rohölpreis am Freitag kurz über 90 Dollar lag, kletterte er am frühen Montagmorgen auf fast 120 Dollar je Barrel. Auch die US-Sorte WTI, die sonst günstiger gehandelt wird, näherte sich diesem Niveau. Grund dafür ist die anhaltende Spannung im Nahen Osten. Laut Analyst Tony Sycamore sehen die Märkte derzeit keinen Ausweg aus dem Konflikt, da keine Seite nachzugeben scheint. Das Risiko für wirtschaftliche Schäden steige weiter.

Trotz einer Entschuldigung des iranischen Präsidenten gegenüber den Golfstaaten sorgte seine klare Haltung gegenüber den USA nicht für Entspannung. US-Präsident Trump kündigte weitere Militärschläge an, bis der Iran nachgibt oder zusammenbricht. Gleichzeitig fragen sich Marktteilnehmer, wie stark das Ölangebot aus der Region noch sinken wird. Mehrere Golfstaaten haben wegen mangelnder Lagerkapazitäten bereits ihre Förderung gedrosselt, und Saudi-Arabien musste einen Drohnenangriff abwehren.

Besonders schwer wiegt, dass Öltransporte durch die Straße von Hormus gestört sind. Die IEA hat bislang keine Freigabe von Notreserven angekündigt. In dieser Woche werden wichtige Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA erwartet. Trotz kleiner Rückgänge am Morgen liegen die Ölpreise weiterhin hoch, sodass auch bei Inlandspreisen Aufschläge möglich sind.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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