Heizöl-News: Ölpreise schwanken weiter

Nora Feldkamp am 12.02.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 12.02.26 bei 100,10  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 12.02.26 bei 100,10 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 69,71 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 696,75 US-Dollar
  • WTI: 65,02 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1882 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Trump will vielleicht zweiten Flugzeugträger in den Nahen Osten schicken

▲ EU legt Entwurf für 20. Sanktionspaket vor

▲ USA sprechen Warnung für die Straße von Hormus aus

▲ Saudi-Arabien erhöht Preise für März-Exporte nach Asien für sehr leichtes Rohöl

▲ Neuer US-Handelsdeal – Kein russisches Öl mehr für Indien

 

= OPEC+ bestätigt Pause für März

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Trump betont bei Treffen mit Netanjahu Präferenz für Verhandlungen mit Iran

▼ Venezuelas Rohölausfuhren sollen im Januar deutlich zugelegt haben

▼ US-Ölbestandsdaten laut API

▼ Monatsbericht der EIA

▼ Erwartete Überversorgung im Jahr 2026

 

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Ölpreise steigen trotz Zeichen für Überangebot

Zur Wochenmitte stiegen die Preise an den Ölbörsen erneut an. Brent kletterte kurzzeitig über 70 Dollar, WTI über 65 Dollar pro Barrel. Bis zum Handelsschluss konnten sich die Preise jedoch nicht über diesen wichtigen Marken halten.

Ein möglicher Grund dafür war, dass der US‑Präsident nach einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef betonte, ein Abkommen mit dem Iran sei weiterhin seine bevorzugte Lösung. Erst wenn feststeht, dass es keine Einigung geben könne, wolle er zu härteren Schritten greifen. Da er jedoch häufig seine Position wechselt, ist offen, wie lange diese Worte die Ölpreise bremsen.

Die US‑Behörde EIA rechnet sowohl für dieses als auch für das kommende Jahr mit einem deutlichen Überangebot. Die OPEC beließ zwar ihre Erwartungen für 2026 und 2027 unverändert, sieht aber für das zweite Quartal 2026 ein leichtes Plus beim Angebot. Der Markt blickt daher gespannt darauf, ob acht OPEC+‑Staaten ihre zusätzlichen Kürzungen weiter aussetzen. Der Bericht der IEA steht heute noch aus und geht meist vom größten Überschuss aus.

Auf der Nachfrageseite sorgten neue US‑Arbeitsmarktdaten aus dem Januar für ein gemischtes Bild. Der Anstieg der Beschäftigung spricht für eine stabile Nachfrage, während steigende Löhne die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen dämpfen. Morgen folgen die US‑Inflationszahlen, die ebenfalls Einfluss auf den weiteren Kurs der US‑Notenbank haben. Sollten die Preise wieder steigen, könnte dies die Chance auf schnelle Zinssenkungen weiter verschlechtern, den Dollar stärken und die Sorgen um die Wirtschaft wie auch die Ölnachfrage erhöhen.

 

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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