Heizöl-News: Ölpreise bleiben hoch – Lage bleibt unsicher

Anna Müller am 13.03.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 13.03.26 bei 144,94  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 13.03.26 bei 1,4494 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 101,21 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1132,50 US-Dollar
  • WTI: 96,64 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1444 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Iran stellt schwere wirtschaftliche Folgen in Aussicht und intensiviert seine Angriffe

▲ Oman schließt wichtigen Hafen für Öltransporte

▲ EIA-Monatsbericht bullisher als zuvor 

▲ Krieg im Iran: Weltweite Ölmenge sinkt um mehr als 6 %

▲ Straße von Hormus faktisch gesperrt

▲ Israel und die USA gehen militärisch gegen den Iran vor

 

Neutral

= OPEC+ beschließt eine Fördererhöhung um 206.000 B/T ab April

= DOE Bestandsdaten

= OPEC Monatsbericht 

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ IEA bringt 400 Mio. Barrel aus den Ölreserven auf den Markt

▼ Trump kündigt an, der Krieg mit Iran könne „sehr bald“ vorbei sein

▼ USA machen für Indien Ausnahmen von den Russland‑Sanktionen

 

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Ölpreise bleiben hoch – Lage bleibt unsicher

Nach einer sehr bewegten Handelswoche steuern die Ölpreise am Freitag erneut auf ein Wochenplus zu. Trotz der Versuche der USA, die Preise durch Lockerungen der Maßnahmen gegen Russland zu drücken, liegt der Preis für die Ölsorte Brent weiterhin bei rund 100 Dollar je Fass. Die Stimmung am Markt bleibt angespannt, vor allem weil der Iran angekündigt hat, die wichtige Seestraße von Hormus praktisch geschlossen zu halten.

Die Internationale Energieagentur warnte am Donnerstag, dass die aktuelle Störung der Ölversorgung die größte in der Geschichte des weltweiten Ölmarkts sei. Bereits einen Tag zuvor hatten die beteiligten Länder beschlossen, in großem Umfang Öl aus ihren Notfalllagern freizugeben. Insgesamt sollen 400 Millionen Fass auf den Markt kommen, davon 172 Millionen Fass aus den USA. Ziel ist es, den starken Preisanstieg zu bremsen.

Die Preisschwankungen sind derzeit außergewöhnlich stark. Allein in dieser Woche bewegte sich der US-Ölpreis in einer Spanne von rund 43 Dollar, beim Brent-Öl waren es etwa 38 Dollar. Solche Ausschläge gab es zuletzt während der Pandemie. Solange der Konflikt im Persischen Golf anhält und unklar ist, wie sicher die Öltransporte durch die Straße von Hormus sind, dürfte sich daran wenig ändern. Ein Preisbereich zwischen 85 und 105 Dollar je Fass gilt derzeit als möglich.

Unterm Strich bleibt der Markt sehr unsicher. Zwar wirken die Freigaben aus den Lagern und die jüngsten Schritte der USA etwas bremsend, insgesamt wird aber weiterhin mit eher steigenden Preisen gerechnet. 

 

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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