Heizöl-News: Ölpreise auf hohem Niveau

Sophie Schneider am 06.03.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 06.03.26 bei 140,86  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 06.03.26 bei 1,4086 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 85,08 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1082,75 US-Dollar
  • WTI: 80,54 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1616 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ China setzt den Export von Treibstoffen aus

▲ Irak fährt die Förderung an zentralen Ölfeldern zurück

▲ Katar stoppt vorübergehend die LNG-Produktion

▲ Naher Osten: Mehrere Angriffe auf Energieanlagen belasten die Versorgung

▲ Straße von Hormus gilt faktisch als nicht passierbar

▲ Militärische Angriffe von Israel und den USA auf den Iran erhöhen die Risiken

 

Neutral

= OPEC+ beschließt eine Förderausweitung um 206.000 Barrel pro Tag ab April

= US-Regierung erwägt ein Eingreifen in den Markt für Öl-Futures

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ USA gewähren Indien Ausnahmen bei Sanktionen gegen russisches Öl

▼ USA wollen Öltanker durch die Straße von Hormus begleiten

▼ Neue US-Zölle in Höhe von 10 % treten in Kraft

▼ Saudi-Arabien plant höhere Rohölexporte nach China im März

 

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Ölpreise auf hohem Niveau – Heizöl mit leichtem Aufwärtsdruck

Die Ölpreise haben in den vergangenen Tagen neue Höchststände erreicht. Die US-Ölsorte WTI schloss erstmals seit Mitte Januar 2025 wieder über 80 Dollar je Fass. Die Nordseesorte Brent lag zum ersten Mal seit Juli 2024 über der Marke von 85 Dollar. Diese Preisniveaus gelten als wichtige Orientierungsmarken am Markt.

Zum Start in den heutigen Handel notierten beide Sorten zunächst etwas niedriger. Grund dafür sind Spekulationen, dass die US-Regierung in den Ölhandel eingreifen könnte. Sollten noch vor dem Wochenende konkrete Maßnahmen bekannt gegeben werden, könnten sich die Preise am letzten Handelstag der Woche deutlich bewegen.

Bereits beschlossen wurde eine zeitlich begrenzte Ausnahme für Indiens Ölimporte aus Russland. Sie gilt nur für den Monat März und nur für Öl, das sich bereits auf dem Transportweg befindet.

Im Nahen Osten geraten einige Ölförderländer unter Druck. Weil Exporte durch die Straße von Hormus derzeit kaum möglich sind, füllen sich dort die Lager. Um Platz zu schaffen, drosseln Länder wie der Irak ihre Förderung. Das stützt die Preise zusätzlich.

Ob die USA erneut Öl aus ihren strategischen Reserven freigeben, ist noch offen. Laut einer Analystin könnte der Ölpreis weiter steigen, falls die Lage mehrere Wochen anhält.

Aktuell nähert sich Brent wieder der 85-Dollar-Marke. Auch WTI zieht an. Für Heizöl bedeutet das: Im Vergleich zu gestern ist ein leichtes Aufwärtspotenzial erkennbar.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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