Heizöl-News: Ölmarkt weiter unter Druck durch Iran‑Konflikt

Sophie Schneider am 11.03.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 11.03.26 bei 134,28  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 11.03.26 bei 1,3428 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 89,60 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1064,50 US-Dollar
  • WTI: 85,34 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1613 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ API-Bestandsdaten bullish

▲ EIA-Monatsbericht bullisher als zuvor 

▲ Iran-Krieg: Globale Ölproduktion um über 6% eingebrochen

▲ Straße von Hormus faktisch gesperrt

▲ Israel und USA greifen den Iran an

 

Neutral

= OPEC+ beschließt eine Fördererhöhung um 206.000 B/T ab April

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ IEA prüft Rekord-Freigabe aus strategischen Ölreserven

▼ Trump: Krieg mit Iran dürfte "sehr bald" beendet sein

▼ Trump stellt weitere Sanktions-Ausnahmen in Aussicht

▼ USA gewähren Indien bei Russland-Sanktionen Ausnahmen

▼ Trump-Zölle in Höhe von 10 % treten in Kraft

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Ölmarkt bleibt wegen Iran‑Krieg stark in Bewegung

Die starken Schwankungen an den Ölbörsen halten auch zur Wochenmitte an. Der Iran‑Krieg bleibt das beherrschende Thema. Heute richtet sich der Blick besonders auf mögliche Rekord‑Freigaben aus den strategischen Ölreserven, die als kurzfristige Entlastung dienen könnten.

Durch die faktische Blockade der Straße von Hormus, über die normalerweise ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird, mussten Länder wie Irak und Saudi‑Arabien ihre Förderung drosseln. Die weltweite Produktion ist bereits deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Preise für Rohöl, Erdgas und Ölprodukte wie Benzin und Diesel weiter in die Höhe geschossen.

Eine mögliche Freigabe von Reserven wird am Markt als Chance gesehen, den Druck etwas zu mindern. Gleichzeitig zeigt sie, wie ernst die Lage eingeschätzt wird. Auch aus den USA kamen zuletzt widersprüchliche Aussagen, die zeitweise für etwas Entspannung sorgten, später aber wieder Unsicherheit auslösten. Meldungen zu angeblichen Marine‑Einsätzen in der Meerenge wurden kurz nach Veröffentlichung zurückgenommen. Auch Beiträge des US‑Präsidenten über mögliche Gefahren in der Region führten zu weiteren Schwankungen. Während er ein schnelles Ende des Konflikts in Aussicht stellte, kündigten US‑Vertreter mögliche Ausweitungen von Einsätzen an.

Neue Berichte aus den USA liefern zusätzlich Auftrieb für die Preise. Der Monatsreport der EIA setzte die Preisprognosen für Brent und WTI stark nach oben und korrigierte zugleich die Produktionsaussichten für dieses Jahr nach unten. Die erwartete weltweite Überversorgung wurde deutlich reduziert. Auch der API‑Bericht zeigte sinkende Bestände in allen Bereichen. Später am Tag werden die offiziellen DOE‑Daten erwartet, die bei weiteren Rückgängen zusätzlichen Preisauftrieb bringen könnten – sofern sie nicht von Nachrichten zum Iran‑Krieg überlagert werden.

Am Nachmittag wird außerdem der OPEC‑Monatsbericht veröffentlicht. Auch hier dürften Anpassungen wegen des Krieges erfolgen. Da die OPEC in ihren Einschätzungen jedoch ohnehin optimistischer ist als andere Organisationen, bleibt abzuwarten, wie stark die Änderungen ausfallen.

Insgesamt bleibt der Markt ohne Aussicht auf ein schnelles Ende des Konflikts leicht preissteigernd. Die Chancen auf Freigaben aus den Reserven können zwar etwas beruhigen, doch die Lage bleibt angespannt und schwankungsanfällig. 

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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