Heizöl News: Neue Spannungen treiben Ölpreise stark nach oben

Anna Müller am 13.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 13.04.26 bei 158,10  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 13.04.26 bei 1,5710 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 101,68 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1247,25 US-Dollar
  • WTI: 96,57 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1696 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ USA planen nun selbst Blockade der Straße von Hormus

▲ Iran/USA-Verhandlungen sind gescheitert

▲ Iran bombardiert saudische Pipeline

▲ Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert

 

Neutral (=)

  • DOE Bestandsdaten neutral

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼  Waffenruhe zwischen Iran und den USA beschlossen

▼ OPEC+ beschließt Förderanhebung um 206.000 B/T für Mai

 

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Ölpreise steigen wieder deutlich – Lage im Nahen Osten spitzt sich zu

Nach dem Scheitern der Gespräche am Wochenende hat sich die Lage rund um die Straße von Hormus erneut verschärft. Zum Start in die neue Woche sind die Ölpreise wieder über 100 Dollar gestiegen. Die USA planen, die wichtige Meerenge zu sperren und iranische Häfen entlang der Wasserstraße zu blockieren. Ziel ist es, die Ölausfuhren aus dem Iran zu stoppen.

Damit befindet sich der Markt wieder in einer ähnlichen Situation wie vor der kurzen Feuerpause. Neu ist jedoch, dass die USA nun auch die letzten noch laufenden Öltransporte mit Bezug zum Iran unterbrechen wollen. Dabei geht es um große Mengen, die bislang noch durch die Straße von Hormus transportiert wurden.

Aus Washington kommen gleichzeitig widersprüchliche Signale. US‑Präsident Donald Trump erklärte zunächst, der Iran wolle bald wieder verhandeln, und sprach von freundlichen Gesprächen. Kurz darauf machte er jedoch deutlich, dass es ihm gleichgültig sei, ob der Iran an den Tisch zurückkehrt. Zugleich kündigte er an, dass die geplante Maßnahme sehr wirksam sein werde, drohte dem Iran aber auch mit harten Konsequenzen bei Widerstand.

Experten warnen vor zusätzlichen Risiken. Unklar ist vor allem, wie weit die USA gehen werden – etwa bei Schiffen mit Ziel China. Eine mögliche Blockade solcher Tanker könnte neue Spannungen zwischen den USA und China auslösen.

Die Blockade wichtiger Lieferwege im Persischen Golf hat bereits große Auswirkungen. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs ist dadurch aktuell vom Markt abgeschnitten. Sollte nun auch das verbleibende Öl aus dem Iran wegfallen, dürfte sich die Versorgungslage weiter verschlechtern. Je länger die Blockade andauert, desto schwieriger wird es, ausreichend Öl zu beschaffen.

Viele Raffinerien und Händler suchen deshalb dringend nach kurzfristigen Lieferungen. Das Angebot wird knapper, der Wettbewerb um verfügbares Öl nimmt zu. Eine schnelle politische Lösung ist derzeit nicht in Sicht. Stattdessen sprechen viele Zeichen für eine weitere Zuspitzung der Lage.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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