Heizöl-News: Nahost‑Konflikt bestimmt weiter die Entwicklung der Ölpreise

Sophie Schneider am 04.03.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 04.03.26 bei 139,10  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 04.03.26 bei 1,3910 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 83,97 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1075,25 US-Dollar
  • WTI: 77,10 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1601 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Naher Osten: Zahlreiche Angriffe auf Energieanlagen in der Region

▲ Straße von Hormus faktisch gesperrt

 

Neutral

= OPEC+ beschließt Förderanhebung um 206.000 B/T ab April

 

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Konflikt im Nahen Osten sorgt für Aufschläge

Die Ölpreise sind heute erneut gestiegen. Der Grund sind weiter bestehende Sorgen um die Versorgung mit Öl aus dem Nahen Osten. Gestern hatten die Preise kurz nachgegeben, nachdem der US‑Präsident vorgeschlagen hatte, Handelsschiffe durch die wichtige Meerenge bei Hormus mit Kriegsschiffen zu begleiten. Diese Meerenge ist ein zentraler Weg für den Öltransport.

Hintergrund ist, dass die fast vollständige Blockade dieser Route die Ölförderer in der Region immer stärker trifft. 

Währenddessen gehen die Kämpfe weiter. Am fünften Tag des Konflikts meldete das israelische Militär umfangreiche Angriffe auf Ziele im Iran. Saudi-Arabien berichtete, mehrere unbemannte Fluggeräte und Flugkörper abgewehrt zu haben. Die USA teilten mit, zahlreiche iranische Schiffe sowie viele Startvorrichtungen und Fluggeräte zerstört zu haben.

Der Iran erneuerte seine Warnung an die Schifffahrt im Persischen Golf. Die Meerenge bei Hormus sei Kriegsgebiet, Schiffe müssten mit Gefahren durch Raketen oder außer Kontrolle geratene Fluggeräte rechnen. Nach iranischen Angaben wurden bereits mehr als zehn Ölschiffe angegriffen.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern überdecken diese Ereignisse im Nahen Osten derzeit alle anderen Einflüsse auf den Ölmarkt. Übliche Faktoren wie Lagerzahlen oder Wirtschaftsdaten spielen kaum eine Rolle. Kurzfristig achten die Händler vor allem auf tatsächliche Ausfuhren aus der Region, bestätigte Schäden an Ölschiffen, Bewegungen der US‑Kriegsschiffe und die Haltung des Iran.

Solange sich der Konflikt weiter zuspitzt, rechnen viele mit anhaltend hohen oder weiter steigenden Preisen. Erst bei klaren Zeichen einer Entspannung und bei einem Ende der Ausfälle bei Förderung und Ausfuhr könnte sich das ändern.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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