Heizöl News: Konfliktlage verhindert sinkende Ölpreise

Nora Feldkamp am 26.03.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 26.03.26 bei 153,94  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 26.03.26 bei 1,5394 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 105,05 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1267,00 US-Dollar
  • WTI: 92,89 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1555 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Unklarheit über Gespräche zwischen Iran und USA

▲ Gespräche zeigen bisher keine Wirkung – Angriffe im Nahen Osten setzen sich fort

▲ Weltweite Ölproduktion um mindestens 10% durch Iran-Krieg gesunken

▲ Straße von Hormus faktisch gesperrt

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Iran will Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus erheben

▼ DOE-Bestandsdaten

▼ USA legen 15‑Punkte‑Plan zur Beendigung des Krieges vor

▼ Trump: USA setzt auf Gespräche und gibt mehr Zeit im Iran‑Krieg

▼ USA lassen Öl aus Russland und Iran vorübergehend leichter zu

▼ IEA gibt strategische Reserven in Höhe von 400 Mio. Barrel frei

 

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Konfliktlage verhindert sinkende Ölpreise

Ein Ende des Krieges mit dem Iran ist derzeit nicht absehbar. Die Hoffnung auf ernsthafte Gespräche über eine Waffenruhe schwindet. Zwar sprechen die USA von konstruktivem Austausch, doch der Iran weist dies zurück und stellt eigene Forderungen. Vor diesem Hintergrund ziehen die Ölpreise wieder leicht an.

Besonders im Fokus steht weiterhin die Straße von Hormus. Unter normalen Bedingungen wird dort täglich eine sehr große Menge Öl und Ölprodukte transportiert. Seit Beginn des Krieges ist diese wichtige Seeroute jedoch faktisch blockiert. Die Kämpfe in der gesamten Region halten deshalb mit großer Härte an. Aus dem Weißen Haus hieß es, dass Präsident Donald Trump den Druck auf den Iran weiter erhöhen will, falls Teheran nicht akzeptiert, dass das Land militärisch geschlagen sei.

Experten sehen kaum Chancen für eine schnelle Entspannung. Der Optimismus in Bezug auf eine Waffenruhe sei deutlich zurückgegangen. Die hohen Hürden für Gespräche sorgen dafür, dass die Ölpreise je nach Lage weiter stark schwanken können. Auch andere Marktbeobachter gehen nicht von einer raschen Lösung aus, da weder Iran noch Israel derzeit ein starkes Interesse an einem schnellen Ende des Konflikts erkennen lassen.

Zusätzliche Sorgen kommen von der Seite der Geldanleger. Es wird davor gewarnt, die Risiken des Krieges zu unterschätzen. Selbst wenn die Kämpfe sofort enden würden, könnten die Ölpreise weiter steigen. Der Grund: Es würde Zeit brauchen, bis Lieferwege und Abläufe wieder reibungslos funktionieren.

Parallel dazu haben die USA ein neues Treffen zwischen Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping angekündigt. Das Gespräch soll Mitte Mai in Peking stattfinden und war zuvor wegen des Krieges verschoben worden. Es folgt auf monatelange Streitigkeiten über Zölle und eine angespannte Beziehung zwischen beiden Ländern.

Insgesamt bleibt die Lage am Ölmarkt angespannt. Da eine Beruhigung im Iran-Konflikt sehr schwierig erscheint, bewegen sich die Ölpreise weiter auf einem hohen Niveau. Trotz starker Ausschläge im Tagesverlauf haben sich die Preise für Verbraucher heute im Vergleich zu gestern Früh jedoch nur wenig verändert.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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