Heizöl News: Konflikt im Nahen Osten treibt Energiepreise nach oben

Nora Feldkamp am 19.03.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 19.03.26 bei 163,46  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 19.03.26 bei 1,6346 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 114,27 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1350,75 US-Dollar
  • WTI: 96,87 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1452 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Angriff auf wichtige Energieanlagen in Katar

▲ Erdgasfeld South Pars des Irans angegriffen

▲ Weitere Angriffe Irans auf wichtige Energieanlagen im Nahen Osten

▲ USA: Weitere Kriegsschiffe werden in den Nahen Osten entsendet

▲ Monatsberichte von EIA und IEA bullisher als zuvor

▲ Iran-Krieg: Weltweite Ölproduktion um 10 % zurückgegangen

▲ Straße von Hormus weitgehend nicht nutzbar

 

Neutral

= OPEC Monatsbericht neutral

= DOE-Daten

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Irak plant höhere Ausfuhren über wichtige Ölleitung Kirkuk-Ceyhan

▼ USA: Lockerungen bei Beschränkungen für russisches Öl auf dem Seeweg

▼ IEA: Strategische Ölreseversen in Höhe von 400 Mio. Barrel freigegeben

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Leichte Entspannung am Ölmarkt – aber der Konflikt bleibt bestimmend

Die Ölpreise sind deutlich gestiegen. Auslöser sind neue Angriffe auf wichtige Energieanlagen im Nahen Osten. Der seit fast drei Wochen andauernde Konflikt hat sich damit weiter verschärft. Besonders besorgniserregend ist, dass nun auch Anlagen betroffen sind, die bisher weitgehend verschont geblieben waren.

Nach Angriffen auf ein großes Gasfeld im Iran kam es zu Gegenangriffen, unter anderem auf zentrale Energieeinrichtungen in Katar. Fachleute befürchten, dass dadurch vor allem die Preise für Gas weiter steigen werden. Doch nicht nur Gas ist betroffen: Seit Beginn des Krieges haben sich auch die Ölpreise stark verteuert – insgesamt um rund die Hälfte.

Der Konflikt hat große Teile der Region destabilisiert. Wichtige Transportwege für Öl und Gas sind eingeschränkt, und Teile der Förderung wurden bereits beeinträchtigt. Lange Zeit hatte dies die Auswirkungen auf die weltweite Versorgung begrenzt, doch diese Phase scheint nun vorbei zu sein. Die Sorge wächst, dass es zu länger anhaltenden Lieferproblemen kommen könnte.

Zusätzliche Unsicherheit bringt die Rolle der USA. Präsident Donald Trump hat dem Iran mit weiteren Maßnahmen gedroht, sollte es neue Angriffe geben. Auch weitere militärische Schritte stehen im Raum. Beobachter warnen, dass viele dieser Optionen die Energiepreise weiter antreiben würden.

Neben der politischen Lage spielt auch die Geldpolitik eine Rolle. Zwar hat die US-Notenbank die Zinsen zuletzt nicht verändert, sie warnt jedoch vor steigenden Preisen und wirtschaftlichen Risiken durch den Krieg. Der heutige Zinsentscheid in Europa rückt angesichts der Lage am Ölmarkt eher in den Hintergrund.

Insgesamt führt die neue Eskalation im Nahen Osten zu weiter steigenden Ölpreisen. Das macht sich auch in Deutschland bemerkbar: Die Preise für Heizöl im Inland liegen deutlich höher als noch am Mittwochmorgen.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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